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Bern Freiburg Wallis Keine Wingsuit-Sprünge mehr aus dem Helikopter

Am vergangenen Wochenende stürzten im Berner Oberland drei Wingsuit-Flieger ab. Heute handelt Swiss Helicopter und fliegt per sofort nicht mehr für diese Sportler.

Legende: Video «Helifirma stellt Wingsuit-Flüge ein» abspielen. Laufzeit 2:50 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.04.2014.

Dies sei die logische Konsequenz nach dem tödlichen Unfall, sagt Michael Spörri, der Basisleiter des Helikopterunternehmens Swiss Helicopter in Gsteigwiler heute gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» von Fernsehen SRF. «Unsere Betroffenheit ist gross. Wir fühlen mit den Angehörigen und stellen deshalb die Flüge für die Wingsuit-Springer ein.» In den letzten Jahren sei es zu keinen tödlichen Unfällen gekommen.

Am vergangenen Samstagnachmittag stürzten gleich zwei Männer, ein 33-jähriger Neuseeländer und ein 34-jähriger Franzose, im Gebiet Lütschental/Hintisberg in den Tod. Ein dritter Wingsuit-Springer, ein 33-jähriger US-Amerikaner, wurde schwer verletzt und starb am Mittwoch im Spital. Die Polizei untersucht nach wie vor die Ursache des Unfalls. Andere Wingsuit-Flieger sagen gegenüber «Schweiz aktuell», es sei wahrscheinlich, dass die Männer zu tief geflogen seien und den Fallschirm nicht mehr ziehen konnten.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Flavio Kunz, Ennetbürgen
    Mein Gott sobald so etwas passiert ist wird es zu einem riesen Ding aufgeschaukelt. Soll jeder aus seinem Leben was er will. Es passieren unzählige Unfalle jeden Tag und nur weil es akzeptiert ist interessiert dies dann keiner. Und Herr Holliger leben Sie in einem Ballon mit sauberer Luft und weit ab von jeder zivilisation um ja nie ein risiko einzugehen? Dies ist def. die falsche konsequenz. Oder lässt man jetzt auch kein passagier mehr in Verkehrsflugzeuge nur weil ein Flugzeug abgestürzt ist.
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  • Kommentar von Alex, Salzburg
    Und?es wird weiter gesprungen! Werden dann nach dem nächsten tödlichen Autounfall keine Autos mehr verkauft?
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  • Kommentar von paul jegerlehner, stettlen
    Aha das brauch drei Todesopfer bis man etwas vernünftiger wird.
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    1. Antwort von Herbert Holliger, Arlesheim
      Auch ich fühle seit Jahren mit den unzähligen Angehörigen der regelmässig (rund 1 pro Monat) im – dadurch zum "Lautertodestal" gewordenen – Lauterbrunnental durch Freizeitsportarten oder "Freiheitsvergnügen" ums Leben kommenden, meist jungen Menschen aus aller Welt. Ich hoffe sehr, dass nun auch die andern Helikopterfirmen endlich die seit langem "logische Konsequenz" ziehen und nicht nur auf Flüge der Wingsuit-Springer, sondern auch der ebenfalls unsinnigen Gleitschirmfliegerei verzichten.
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    2. Antwort von Herbert Holliger, Arlesheim
      Nicht nur die durch diese absolut unnötigen Todesfälle schwer Betroffenen, sondern auch die in diesem wunderschönen und weltweit einmaligen (Naturschutz-)Gebiet durch die Helikopterflüge schrecklich lärmgeplagten Wanderer und Naturfreunde, unzähligen Skifahrer/innen und Hotelgäste sowie die jährlich rund vier Millionen Touristen der Schilthornbahnen werden äusserst dankbar sein. Der auf diese fragwürdige Weise kurzfristig generierte Umsatz wird diesen Firmen doch nicht etwa wichtiger sein!
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    3. Antwort von Hajo Schirber, Königsberg
      Und wie sieht es damit aus? http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/19652/was-bei-den-todlichen-bergunfallen-auffallt/ 151 Tote.. allein 64 beim Bergwandern..7 bei Schneeschuhlaufen, 3 beim Pilzesuchen. Auch bei den Skiunfällen in der Schweiz wird nie über ein Verbot nachgedacht.. Im Jahr 2011 verunfallten gemäss UVG-Statistik 23 866 Skifahrer/-innen und 7720 Snowboarder/-innen. (Quelle: www.suva.ch) Jeder Unfall ist einer zuviel, unbestritten.. dann aber in jede Richtung blicken...
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