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Kino in der Peripherie Gleichzeitig ins Kino und ins Freizeitcenter gehen

In Muri bei Bern öffnet ein Kino mit zehn Sälen. Aber es hat auch Bowlingbahnen und ein Restaurant. Lohnt sich das?

Die Kino-Kette Kitag zieht sich aus der Berner Innenstadt zurück und eröffnet dafür bei der Autobahnausfahrt Muri ein neues Multiplex-Kino mit zehn Sälen. 1399 Personen finden darin Platz. Einer der Säle ist ein Imax-Kino, in dem 3D-Filme gezeigt werden.

Es werden aber nicht nur Filme gezeigt im Cinedome, es hat auch Bowlingbahnen, ein Raum mit interaktiven Spielen, eine Kinder-Ecke und ein Restaurant. Man müsse den Leuten beides bieten, sagt Philippe Täschler, CEO der Kitag AG. Die Filme müssten dann aber auch richtig gut gezeigt werden. Mit der neusten Technik und der besten Sitzqualität.

Schlussendlich ist der Film immer noch das Wichtigste.
Autor: Philippe TäschlerCEO Kitag AG

Dass Kitag das neue Multiplex-Kino in der Peripherie baut, ist kein Zufall. Man habe bei anderen Kinos gesehen, dass die Leute mit dem Auto in der Nähe parkieren wollen. «Und das ist hier nicht so teuer wie in der Berner Innenstadt», sagt Täschler.

Klare Vorschriften für die Autofahrten zum Kino

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Durchschnittlich 2500 Fahrten pro Tag zum Multiplex-Kino sind vom Kanton her erlaubt. In Zusammenhang mit der Baubewilligung sei geprüft worden, ob diese Anzahl eingehalten werden könne, sagt Thomas Hanke, Gemeindepräsident von Muri. «Und die Baubewilligungsbehörde kam zum Schluss, das dies der Fall ist.»

Wird die Anzahl Fahrten nicht eingehalten, muss die Kitag der Gemeinde Muri finanzielle Entschädigungen zahlen, sagt Hanke. «Aber das ist nicht die Idee.» Man sei permanent in Kontakt und werde probieren, bei zu vielen Fahrten den Verkehr zu vermindern – zum Beispiel mit anderen Öffnungszeiten.

Das Parkhaus im Cinedome koste höchstens einen Franken pro Stunde. Und die Kitag hat gemeinsam mit der RBS-Bahn den Abendfahrplan ab dem Bahnhof Gümligen angepasst, auch mit dem ÖV sei der Cinedome also gut erreichbar, so Philippe Täschler.

Die Kitag AG hat eine Studie über das Einzugsgebiet des Kinos in Muri gemacht und glaubt an den Erfolg. Vielleicht nicht kurzfristig, aber längerfristig würden sich die Investitionen lohnen, sagt Philippe Täschler, CEO der Kitag AG.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von toufiq ismail (time)
    einfach nur traurig. was geschieht mit der innenstadt wenn alles an die peripherie an die autobahn zieht? wie komme ich mit dem velo dorthin? was hat es dort für restaurants?
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  • Kommentar von Hans Schmidt (Hschmidt)
    Angeblich sollen die Berner Kitag-Kinos in der Innenstadt nach dem Bau des Westside ungefähr die Hälfte an Zuschauern verloren haben. Wieso sollte die andere Hälfte, die in der Innenstadt geblieben ist, nun nach Muri in den Cinedome fahren? Diese Zuschauer werden viel eher in die Quinnie-Kinos, die in der Innenstadt verbleiben, ausweichen. Wenn die Kitag die Schliessung sämtlicher Stadtkinos mal nicht bereut...
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