Kirchenfeldbrücke soll verstärkt werden

Die Kirchenfeldbrücke in Bern weist statische Schwachstellen auf - in der Tragkonstruktion haben sich Risse gebildet. Die Stadtregierung legt deshalb dem Parlament einen Projektierungskredit über 600'000 Franken vor.

Eine Brücke, darunter die Aare.

Bildlegende: Die Kirchenfeldbrücke wurde 1883 eröffnet- für Pferdefuhrwerke. Die Lasten heute sind viel höher. Keystone

Wenn die Tragkonstruktion der Kirchenfeldbrücke verstärkt wird, kann die Nutzungsdauer um weitere 80 Jahre verlängert werden. Deshalb hat sich die Stadt Bern entschieden, die Konstruktion zu verstärken, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Die Kirchenfeldbrücke war 1883 eröffnet worden - damals war sie für Pferdefuhrwerke dimensioniert. Heute beträgt die Höchstlast für private Fahrzeuge zehn Tonnen, für den öffentlichen Verkehr 8,3 Tonnen.

Über die Jahrzehnte wurde die Brücke mehrmals verstärkt. Nun aber wurden in der Tragkonstruktion wegen Überbelastung Risse festgestellt.

Bernmobil braucht speziell leichte Tramzüge

Gleichzeitig mit der Sanierung der Konstruktion und des Brückenoberbaus will Bernmobil die veralteten Gleisanlagen ersetzen. Die Projektierungskosten werden deshalb geteilt. Die Stadtregierung legt dem Parlament einen Projektierungskredit über 600'000 vor.

Im Rahmen der Projektierungsarbeiten wird laut der Mitteilung auch geprüft, ob die maximale Achslast der Tramzüge von heute 8,3 Tonnen erhöht werden kann. Im Moment ist Bernmobil gezwungen, speziell leichte Tramzüge zu beschaffen und einzusetzen.

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf gut 6 Millionen Franken. Wenn das Parlament dem Projektierungs- und später dem Ausführungskredit zustimmt, wird im Juli 2018 mit den Bauarbeiten begonnen. Diese dauern knapp ein Jahr.