Knapper Entscheid für das Tram Region Bern in Köniz

Nach dem Ostermundiger Lokalparlament und dem Berner Stadtrat hat am Montag auch das Könizer Parlament Ja gesagt zum Projekt Tram Region Bern. Es verabschiedete aber das Geschäft nur knapp zuhanden des Stimmvolks.

Ein Tram fährt durch eine Strasse.

Bildlegende: So soll das neue Tram im Zentrum von Köniz aussehen. zvg

21 Parlamentarier empfehlen den Ausführungskredit von 18,1 Million Franken für den Könizer Anteil am Grossprojekt den Stimmbürgern zur Annahme, 17 Parlamentarier sprachen sich am Montag dagegen aus. Für das Geschäft stimmten die SP-Fraktion, die Grünen und die Mitte-Fraktion bestehend aus GLP-, CVP- und EVP-Leuten. Dagegen wandten sich die SVP-, die BDP- und die FDP-Fraktion.

Nach diesem Entscheid des Könizer Parlaments steht nun fest, dass es in all den drei Gemeinden, durch die künftig das Tram Region Bern fahren soll, zu Volksabstimmungen kommen wird. Die Urnengänge werden Ende September durchgeführt. Das Tram Region Bern soll den heutigen Bus Nummer 10 von Schliern bei Köniz zum Ostermundiger Rüti-Quartier ersetzen. Diese Linie ist heute stark frequentiert. Laut den Planern erhöht sich durch die Umstellung die Kapazität dieser Linie des öffentlichen Verkehrs. Das Projekt kostet 495 Millionen Franken.

Im Könizer Lokalparlament argumentierten die Befürworter, das Tram erhöhe die Kapazität der Linie 10 und sichere so die Mobilität für alle. Auch sei es für Köniz dank Kantons- und Bundessubventionen vergleichsweise günstig zu haben. Es werde zur Attraktivität von Köniz beitragen. Die Gegner hingegen sprachen von einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Kapazität der Linie 10 werde sich nicht oder kaum verändern, wenn die Trams lediglich in einem 6-Minuten-Takt verkehrten. Auch passe das Tramprojekt gar nicht zur Könizer Ortsplanungsrevision.