Köniz sagt Ja zum Primatwechsel bei der eigenen Pensionskasse

In der Pensionskasse der Könizer Gemeindeangestellten gilt künftig das Beitragsprimat, nicht mehr das Leistungsprimat. Ebenfalls genehmigt wurde ein erweiterter Perimeter für den Kiesabbau. Die Könizer lehnten jedoch strengere Energievorschriften für Neubauten ab.

Mit dem Wechsel will der Könizer Gemeinderat die berufliche Vorsorge der gut 570 Versicherten langfristig sichern. Wie viele andere Pensionskassen leidet auch die Pensionskasse (PK) Köniz unter den insgesamt stark rückläufigen Renditen seit der Jahrtausendwende. 7938 Stimmberechtigte sagten Ja, 2822 legten ein Nein in die Urne. Die Stimmbeteiligung betrug 46,2 Prozent, wie die Gemeinde Köniz am Sonntag mitteilte.

Banknoten.

Bildlegende: Wie viel Köniz und die Gemeindeangestellten genau in die Pensionskasse einbezahlen müssen, ist noch unklar. Keystone

Der Primatwechsel hat finanzielle Konsequenzen. Für die einmalige Erhöhung des Rentendeckungskapitals der Pensionskasse wird ein Betrag fällig, der erst Ende dieses Jahres definitiv festgelegt werden kann. Deshalb wurde dem Stimmvolk nicht ein konkreter Kredit zur Genehmigung vorgelegt, sondern eine Berechnungsformel.

Per Ende 2014 würde sich der benötigte Betrag auf rund 13 Millionen Franken belaufen. Dazu kommt ein Kredit von rund 3 Millionen Franken für die Finanzierung einer Übergangsregelung für Personen mit den Jahrgängen 1953 bis 1960.

Das Ja hat auch Folgen für die weiblichen Gemeindeangestellten: Ihr Rentenalter wird von 63 auf 65 Jahre erhöht.

Ja zu Kiesabbau und Nein zu strengeren Energievorschriften

Ebenfalls gutgeheissen wurde am Sonntag in Köniz die Änderung der Überbauungsordnung des Abbauschwerpunkts Wangental. Hier gab es 8864 Ja- und 1982 Nein-Stimmen.

Abgelehnt wurde hingegen mit 6257 Nein- und 4916 Ja-Stimmen die Teilrevision des kommunalen Baureglements. Somit gelten in Köniz auch weiterhin die gesetzlichen Energievorschriften des Kantons Bern.

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