Könizer Gemeinderat will keine südwestliche Umfahrung

Der Gemeinderat will weiterhin nichts wissen vom Bau einer neuen Strasse zur Umfahrung von Köniz im Südwesten. Auch die Resultate einer neuen Machbarkeitsstudie haben an dieser Haltung nichts geändert.

Strasse mit Fussgängern und Autos.

Bildlegende: Das Zentrum von Köniz ist verkehrsberuhigt, soll aber weiter entlastet werden. Keystone

In der am Freitag veröffentlichten Studie heisst es zwar, der Bau einer solchen Umfahrungsstrasse von Süden her in Richtung Autobahnanschluss Niederwangen sei machbar. Für den Könizer Gemeinderat wären die Kosten und der Kulturlandverlust, den der Bau der Strasse nach sich zöge, zu hoch.

Auch findet die Könizer Exekutive, mit der neuen Strasse würden die Verkehrsströme nur von einem Gemeindeteil (Köniz/Liebefeld) in einen anderen (Niederwangen) verschoben. Zudem würde die neue Strasse auch das von der Gemeinde Köniz entworfene Konzept eines grünen Bands rund um die Agglomeration Bern stark beeinträchtigen.

Damit die Strasse gebaut werden könnte, müssten nämlich je nach gewählter Variante Dämme von bis zu elf Metern Höhe aufgeschüttet werden. Das schreibt der Könizer Gemeinderat in einer ebenfalls am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung.

Eine Karte der Region, die Strasse ist rot eingezeichnet.

Bildlegende: Die Strasse hätte südlich von Köniz gebaut werden sollen. ZVG

In Köniz wird seit Jahren immer wieder darüber diskutiert, ob es für den Verkehr vom Schwarzenburgerland her nicht eine Strasse am Könizer Freibad vorbei zum Autobahnanschluss Niederwangen brauche. Der Gemeinderat wollte nun einmal klare Zahlen. Die Machbarkeitsstudie ergab Kosten von zwischen 8 und 17,3 Millionen Franken und einen Kulturlandverlust von 6,5 bis 7 Hektaren.