Tram Bern-Ostermundigen Komitee sammelt Unterschriften gegen Tramkredit

102 Millionen Franken zahlt das Berner Kantonsparlament an das Tram nach Ostermundigen. Ein Komitee will den Kredit verhindern.

Die Buslinie 10 aus der Berner Innenstadt nach Ostermundigen ist überlastet. Deshalb soll der Bus durch ein Tram ersetzt werden. Diesem Projekt stimmte die Bevölkerung aus Ostermundigen im zweiten Anlauf zu. Das war im April 2016.

Der erste Anlauf, damals noch gekoppelt an das Projekt Tram Region Bern, war 2014 an der Könizer und Ostermundiger Stimmbevölkerung gescheitert.

Nun formiert sich auch gegen die zweite, abgespeckte Version Widerstand. Ein Komitee sammelt seit dieser Woche Unterschriften für ein Referendum. Es geht dabei um den Kredit von 102 Millionen Franken vom Kanton. Das Berner Kantonsparlament hatte diesen in der Junisession genehmigt.

«Die Alternativen wurden zu wenig geprüft», sagt Stefan Hofer, SVP-Grossrat und Co-Leiter des Referendumskomitees. So etwa Doppelgelenkbusse, die eine ähnliche Kapazität hätten wie ein Tram. «Bevor nicht eine bessere Lösung auf dem Tisch ist, ist es unseriös, so viel Geld auszugeben», so Hofer.

Im Referendumskomitee sind neben Vertretern der SVP auch Mitglieder der BDP, EDU und auch drei Mitglieder der GPB-DA. Bis am 28. November haben sie Zeit, 10'000 Unterschriften zu sammeln.

Das Tram Ostermundigen

Die Gesamtkosten für das Tram Ostermundigen belaufen sich auf 240 Millionen Franken. Davon übernehmen Bund und Kanton rund drei Viertel.
Die Stadtberner Stimmberechtigten stimmen am 26. November über einen Kredit von 25 Millionen Franken ab. Mit dem Bau möchten der Kanton Bern und die Gemeinden spätestens 2022 beginnen.