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Bern Freiburg Wallis Krawalle nach Cupfinal in Bern: «Abmachungen nicht eingehalten»

Am Ostermontag sind in Bern mehr als nur Schaufensterscheiben in Brüche gegangen. Auch das Vertrauen in die Verantwortlichen der Fussballclubs hat schweren Schaden genommen. Der Sicherheitsdirektor Reto Nause: «Offenbar haben die Vereine die Situation nicht so im Griff, wie ich erwartet hätte.»

Allen Abmachungen zum Trotz: Die Fanmärsche durch die Stadt Bern verliefen nicht friedlich. «Es ist sehr enttäuschend, dass man feststellen muss, dass es nicht möglich war, die Abmachungen einzuhalten. Das ist ernüchternd», sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber Radio SRF dazu. «Fanarbeiter und Clubleitungen haben die Situation offensichtlich nicht so im Griff haben, wie ich das von Fussballvereinen erwarten würde.»

Legende: Video «Fans» wüten vor dem Cupfinal abspielen. Laufzeit 0:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.04.2014.

Er verstehe die Empörung der Bevölkerung sehr gut, sagt Nause weiter. Er sei der Meinung, dass Sachbeschädigungen vollkommen unnötig seien. «Dass man in Bern die Nase voll davon hat, dafür habe ich vollstes Verständnis.»

Im Vorfeld sei mit dem Fussballverband vereinbart worden, dass ein Rückbehalt von 200‘000 Franken zur Deckung der Sicherheitskosten erfolgt. Ob der Verband dieses Geld nun bezahlen muss, sei letztlich ein Entscheid der Berner Stadtregierung, dem er nicht vorgreifen könne und wolle.

Auch zur Frage, ob der Cupfinal wieder in Bern stattfinden wird, äusserte sich Nause nicht. «Wir werden die Situation analysieren. Auch das ist ein Entscheid der Berner Regierung.»

Kaputte Scheiben und ein blockierter Bus

In der Berner Innenstadt waren am Ostermontag während der Fanmärsche Schaufenster und Fensterscheiben in die Brüche gegangen, zum Teil wurden die Schaufenster, wie Aufnahmen aus der «Tagesschau» zeigen, auch geplündert. Laut der Kantonspolizei Bern sind FCZ-Fans dafür verantwortlich. Wie hoch der Sachschaden ist, ist derzeit noch unklar.

Zu grösseren Scharmützeln kam es auch vor dem Stadion. Eine Gruppe vermummter Zürcher Fans blockierten dort den Mannschaftsbus des FC Basel. Weil die Blockierer dem Aufruf der Polizei, die Strasse freizugeben, nicht Folge leisteten, setzte die Polizei Wasserwerfer und – nachdem sie selbst angegriffen wurde – auch Gummischrot ein. Insgesamt 45 Personen wurden festgenommen, 15 Personen, darunter ein Jugendlicher, blieben in Polizeihaft. Mehrere Polizisten seien laut der Polizei verletzt worden.

Wenigstens nach dem Finalspiel fand die Abwicklung der Abreise der Fangruppen ohne nennenswerte Zwischenfälle statt. «Der Abmarsch der Fans verlief grösstenteils geordnet», teilte die Polizei am Abend mit.

Die Stadt Bern hatte den Cupfinal erst nach langen Verhandlungen mit dem Fussballverband und den beiden beteiligten Klubs bewilligt. Schon 2013 wurde der Cupfinal durch Ausschreitungen von GC- und Basel-Fans überschattet.

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65 Kommentare

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  • Kommentar von Veronika Schneider, Langnau i.E.
    Die die sich vermummen sind nichts als elende Feiglinge, die mit Fussball überhaupt nichts am Hut haben. Das sind keine Fussballfans sondern FEIGLINGE....
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    1. Antwort von D.Z, R
      Nein sicher nicht keine Ahnung
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  • Kommentar von Walter Straubhaar, Thun
    Wenn 2 Nicht-Berner-Clubs fussballspielen wollen, dann sollen sie es bei Ihnen austragen und nicht in Bern, dann sollen diese die Kosten von Beschädigungen tragen müssen und nicht die Stadt Bern und das gesamte Berner Volk, das sonst steuerlich schon schwer belastet wird. Bitte spielt das nächste Mal in Zürich oder Basel, dort gehört der gesamte Müll auch hin und nicht in die wirkliche Hauptstadt der Schweiz, nämlich Bern und nochmals Bern.
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  • Kommentar von U. Mosimann, Bern
    Dieses sogenannte Fussballfest ist eine einzige Farce! Trägt doch bitte ein Hin- und Rückspiel aus in den jeweiligen Stadien der Finalisten, dann können diese autonom entscheiden, ob sie lieber ein Geisterspiel austragen oder diese vermummten Feiglinge in die Stadt lassen! In Katar hätte es ansonsten auch bald genug Stadien... Die Politik hat einen Volksentscheid einmal mehr nicht ernst genommen. Beinahe 80% haben bei der letzten Abstimmung bezüglich diesem Thema ihre Meinung klar geäussert.
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