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Kreativer Meisterfeier-Trick Für die Stadt Bern sind Meisterfeiern «Tradition»

YB darf am Pfingstsonntag mit seinen Fans feiern. Trotz kantonalem Verbot für nicht-religiöse Veranstaltungen.

Eigentlich sind an hohen Festtagen Tätigkeiten untersagt, die Gottesdienste stören oder sonstwie «die Ruhe erheblich beeinträchtigen». So steht es im kantonalen Gesetz über die Ruhe an öffentlichen Feiertagen. Verboten sind auch grosse nicht-religiöse Veranstaltungen – es sei denn, es handelt sich um einen «traditionsreichen Anlass».

Das YB-Schlupfloch

Und da scheinen die Stadt Bern und YB das Schlupfloch gefunden zu haben. Denn die Stadt Bern, die das kantonale Gesetz vollziehen muss, hat die Meisterfeier der Young Boys als «traditionsreichen Anlass» eingestuft.

YB-Fans
Legende: Nach 32 Jahren können die Fans wieder einen Meistertitel feiern. Keystone

Die Stadt Bern macht geltend, dass die Schweizer Fussball-Liga seit über hundert Jahren besteht und eine Meisterfeier jeweils am Ende der Meisterschaft in der jeweiligen Stadt durchgeführt wird. YB trägt das letzte Liga-Spiel am 19. Mai in Zürich aus.

Der Ermessensspielraum

Die Stadt Bern hat als zuständige Vollzugsbehörde einen Ermessensspielraum, wie es im Communiqué heisst. Die kantonale Polizei- und Militärdirektion als Aufsichtsbehörde halte die rechtliche Einschätzung der Stadt für vertretbar.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Hugentobler (hevrins)
    Ich habe es erwartet, dass viele Personen meinen Kommentar mit "ablehnen" bestätigen. Ich bin nicht gegen einen solchen Anlass, freue mich auch für YB, dass der Meisterkübel in Bern gefeiert werden darf. Nur, wer räumt am Pfingst-Sonntag den Unrat auf, der produziert wird? da wird gefeiert und gefestet bis zum geht nicht mehr, den Dreck jedoch, den werden andere Leute aufräumen müssen, Personen, die ihren Sonntag dafür opfern dürfen / müssen. Vergleich mit EKZ hinkt meines Erachtens.
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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Wer weiss eigentlich noch, wofür Pfingsten steht und gefeiert wird? Ehrlich, ich weiss es nicht. Aber heute gelten andere Gepflogenheiten. Einkaufszenter haben auch immer offen, das stört auch niemanden. Ergo darf eine Meisterfeier auch an Pfingsten stattfinden. Ich gratuliere allen, die zu diesem Entscheid beigetragen haben. Man darf sich heute den geänderten Lebensgewohnheiten nicht verschliessen. An der Meisterfeier werde ich nicht teilnehmen, aber bin froh das dieser Entscheid gefällt wurde.
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler (hevrins)
    Ein nicht nachvollziehbarer Entscheid! Da gäbe es für alle einmal einen freien Tag, denn Fussball wird ja meistens am Sonntag gespielt und für Angehörige, Freunde einen Tag zur Besinnung. Nein, es muss ein Riesenfest veranstaltet werden, bei welchem auch zusätzlich Personal aufgeboten werden muss (Polizei etc) die für einen geordneten Ablauf besorgt sein müssen. Am Pfingstmontag wäre der Anlass ohne Probleme durchzuführen gewesen. Besondere Anlässe gibt es immer wieder. Kettenreaktion folgen!
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    1. Antwort von Nicola Flückiger (Mr. Kompetenz)
      Ich kann Ihren Ärger selbst als YB-Fan durchaus nachvollziehen, jedoch bin ich nicht gleicher Meinung. Denn es ist ja nicht irgend eine Schludderfeier, sondern ein Event von Sport-historischer Bedeutung. Dem entsprechend erwarte ich jetzt nicht unbedingt eine Kettenreaktion, denn hier handelt es sich immerhin um unseren BSC, welcher nach langen 32 Jahren endlich wieder den Meisterkübel geholt hat. ;)
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