Kriminaltechnisches Labor Freiburg - den Tätern auf der Spur

Vor zwei Jahren wurde das Labor im kriminaltechnischen Kommissariat der Freiburger Kantonspolizei durch einen Brand zerstört. Nun haben die Kriminaltechniker ein neues Labor mit modernster Technologie.

Kriminaltechniker müssen Opfer und Täter identifizieren und Tathergänge rekonstruieren. Das machen sie mit Spuren wie Fingerabdrücken. Ein Gerät im neuen Labor macht beispielsweise Fingerabdrücke auf Gegenständen sichtbar. «Diese werden digital fotografiert und archiviert», sagt Hugo Schuwey, stellvertretender Kommissariatschef.

Eine Druckpresse macht auch Fingerabdrücke sichtbar, aber auf porösen Gegenständen. Ein Blatt Papier wird in die Presse gelegt, mit einer Folie überzogen und erhitzt. «So wird der Fingerabdruck sichtbar», erklärt Hugo Schuwey. Genetische Fingerabdrücke, sogenannte DNA, aus Haaren oder Speichel, werden auch festgehalten.

Die Freiburger Kriminaltechniker kamen 2013 rund 1500 mal zum Einsatz. Zwei Drittel dieser Einsätze waren wegen Einbrüchen.

Dazu kamen etwas mehr als 50 Leichenuntersuchungen, aber lang nicht nur Morde. «Auch bei Arbeitsunfällen kommen wir zum Einsatz», sagt Hugo Schuwey. Viel zu tun geben die sechzig bis siebzig Brände pro Jahr.

Rund ein Drittel aller Untersuchungen schliessen die Freiburger Kriminaltechniker erfolgreich ab. «Das ist schweizweit ein Spitzenresultat», sagt der stellvertetende Kommissariatschef stolz. Ungeklärte Fälle beschäftigen ihn manchmal aber noch lange. Ungeklärte Morde vor allem. «Das lässt einen nicht in Ruhe», so Hugo Schuwey.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)