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Bern Freiburg Wallis Kritische Stimmen zum Durchgangszentrum Gamsen

Staatsrätin Esther-Waeber Kalbermatten lud die Bevölkerung der Gemeinde Brig-Glis zu einer Informationsveranstaltung zum geplanten Durchgangszentrum in Gamsen ein. Und stiess nicht nur auf Nächstenliebe.

Die Informationsveranstaltung zum geplanten Durchgangszentrum für Asylsuchende in Gamsen stiess auf reges Interesse. Rund 250 Personen nahmen an der Veranstaltung im Gliser Pfarreisaal teil. Für Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten ist das leere Container-Dorf an der Kantonsstrasse in Gamsen gut geeignet für eine Kollektivunterkunft für Flüchtlinge.

«Die Flüchtlinge werden nur ein paar Wochen im Durchgangszentrum bleiben und anschliessend in Wohnungen einquartiert» erklärte Esther Waeber-Kalbermatten. Untergebracht werden sollen sowohl Familien wie auch alleinstehende Frauen und Männer.

Über 100 Einsprachen gegen Baugesuch

Weil die Nutzungsberechtigung für das Container-Dorf letzten Dezember ausgelaufen ist, braucht der Kanton eine neue Baubewilligung. Die Bevölkerung von Gamsen hat bereits mit einer Flut von Einsprachen reagiert. Laut Beat Heynen, Vorstandsmitglied der IG Gamsen, sind es über 100.

«Brig-Glis hatte uns vor Jahren versichert, dass die Container, welche von den Bauarbeitern des Simplontunnels benutzt wurden, Ende 2015 wieder abgebaut werden. Dies soll nun mit einer neuen Baubewilligung verhindert werden.» Zudem sei Gamsen mit der Abwasserreinigunsanlage ARA und verschiedenen Deponien schon stark belastet.

Lieber Zivilschutzanlage als Baucontainer

Beat Heynen legte an der Informationsveranstaltung die gesammelten Anliegen der Gamser Bevölkerung dar. «Wir haben nichts gegen die Flüchtlinge. Aber man sollte sie besser in eine Zivilschutzanlage in Brig einquartieren statt in das Container-Dorf.»

Der Briger Stadtpräsident Louis Ursprung bestätigte gegenüber dem Regionaljournal, dass bereits rund 100 Einsprachen gegen das Baugesuch zur Containernutzung eingegangen sind: «Der Stadtrat von Brig wird die Einsprachen genau prüfen.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Ueberall geht es nur noch um die "Völkerwanderung"! Ueberall versuchen die Behörden, gegen die Gesinnung in der Bevölkerung zu entscheiden! Politiker, Aemter, Polizeidienststellen, bis hin in die unzählig gewordenen Abteilungen der "Sozial-Industrie", brauchen ihre Arbeitszeiten praktisch nur noch für die Probleme, rund um die angekommenen Leute aus völlig fremden Kulturen und Religionen! Ein(e) Schweizer(in), die in eine bedrohliche soziale Lage kommt, muss brav hinten anstehen!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Der Stadtrat von Brig wird die Einsprachen genau prüfen... und dann machen was er will....!
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