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Kuhkampf Der Weg ins Finale

Es liegt in der Natur der Eringer Kühe, die Hierarchie untereinander in Kämpfen auszumachen. Was bei der Sömmerung auf den Alpen spontan und instinktiv geschieht, läuft in den Wettkämpfen in klar geordneten Bahnen ab.

Zwei Eringerkühe vor interessierten Zuschauern am Stechfest in Veysonnaz.
Legende: An den Stechfesten im Herbst und Frühling qualifizieren sich die dominantesten Tiere für das Finale in Aproz. Keystone

Damit eine Eringer Kuh am Nationalen Finale in Aproz in den Ring steigen kann, muss sie sich in verschiedenen sogenannten «Stechfesten» qualifizieren. Zwei finden jeweils im Herbst und sechs bis sieben im Frühling im Wallis statt. Über die Rangierung entscheidet eine Jury aus fünf Mitgliedern. Eine Kuh, die drei Mal verloren hat oder drei Mal vor einer Gegnerin zurückgewichen ist, wird aus dem Wettkampf ausgeschlossen. An einem Qualifikations-Stechfest werden sieben Kühe pro Kategorie von der Jury für das Nationale Finale qualifiziert.

Die Tiere werden auf verschiedene Kategorien aufgeteilt:

  • Rinder Höchstens zweieinhalbjährige Kühe, die noch nicht gekalbt haben.
  • Erstmelken Kühe bis zu dreieinhalb Jahren, die höchstens einmal gekalbt haben.

Über dreieinhalbjährige Kühe werden an Wettkampftag gewogen und in drei Gewichtskategorien aufgeteilt:

  • Kategorie III Kühe mit dem leichtesten Kampfgewicht.
  • Kategorie II Kühe mit mittlerem Kampfgewicht.
  • Kategorie I Kühe mit dem schwersten Kampfgewicht.

Die Jury wird unterstützt von Rabatteuren, welche die Kampfkühe in der Arena zusammenführen, um eine Rangierung zu erhalten.

Jede Kampfkuh, die sich in den Qualifikationskämpfen unter den sieben ersten ihrer Kategorie klassifiziert, wird mit einer Glocke an einem verzierten Lederband ausgezeichnet. Sie qualifiziert sich für das Nationale Finale in Aproz, das traditionell an einem Wochenende in den ersten zwei Maiwochen stattfindet.