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Kulturpreis für «La Cappella» Christoph Hoigné: «Das ist ein riesengrosses Geburtstagsgeschenk»

Legende: Audio Christoph Hoigné, Gründer und Leiter der La Cappella abspielen. Laufzeit 08:06 Minuten.
08:06 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.01.2018.

Von aussen sieht die La Cappella im Berner Breitenrain-Quartier noch immer aus wie eine Kirche. Seit 20 Jahren wird darin aber nicht mehr gebetet, sondern gelacht, getanzt und gesungen. Der Journalist und Fotograf Christoph Hoigné hatte die ehemalige Methodisten-Kirche 1998 gekauft und in ein Kleinkunst-Theater umfunktioniert.

SRF News: Christoph Hoigné, die Berner Burgergemeinde bezeichnet die La Cappella als Ihr Lebenswerk. Was bedeutet das für Sie?

Christoph Hoigné: Also ich bin jetzt 51-jährig und hoffe, ich kann noch mehr machen in meinem Leben (schmunzelt). Aber das ist für mich natürlich eine sehr grosse Auszeichung – auch die Anerkennung, die in diesem Wort «Lebenswerk» mitschwingt.

Sie erhalten einer der grössten Kulturpreise der Schweiz, 100'000 Franken. Wohin fliesst das Geld?

Für uns ist das ein riesengrosses Geburtstagsgeschenk. Die La Cappella feiert dieses Jahr den 20. Geburtstag und wir sind daran, ein Jubiläumsprogramm zusammen zu stellen. Dafür hätten wir zusätzliche Mittel gebraucht – es ist ein glücklicher Zufall, kommt der Preis in diesem Moment.

Die La Cappella ist mittlerweile ein etabliertes Kleinkunst-Theater. Sie könnten eigentlich nur noch grosse Namen einladen. Haben junge Künstlerinnen und Künstler überhaupt noch eine Chance?

Es wäre schade, wenn wir nur noch bekannte Namen einladen würden. Der Reiz besteht ja gerade darin, dass man auch neue Gesichter vorstellt.

Der Reiz besteht gerade darin, dass man neue Gesichter auf die Bühne bringt.

Das ist übrigens auch genau das, was wir in unserem Jubiläumsprogramm vorgesehen haben: Wir laden 20 «alte Freunde» ein, aber auch 20 «neue», die noch nie auf der La Cappella-Bühne standen.

Das Gespräch führte Leonie Marti.

Der Kulturpreis

Der Kulturpreis der Berner Burgergemeinde ist mit 100'000 Franken dotiert und gilt laut eigenen Angaben als «einer der grössten in der Schweiz». Er wird dieses Jahr zum 30. Mal verliehen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Die Burgergemeinde entstammt den Berner Patriziergeschlechtern, eigentlich präziser, den Feudalherren. Riesenvermögen, gigantischer Landbesitz ohne je eine Leistung vollbracht zu haben. Wann wird das endlich abgeschafft? Für Geld von denen, braucht niemand danke zu sagen, sondern sollte nur gefragt werden, wann sie den Rest auch zurück geben.
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