Lange Debatte: Berner Stadtrat setzt auf Veloverkehr

Mit verschiedenen Massnahmen soll der Veloverkehr in Bern gefördert werden. Das Stadtparlament überwies am Donnerstagabend vier Vorstösse von rot-grüner Seite, gegen den Willen der Bürgerlichen.

Eine Veloampel steht auf Grün.

Bildlegende: Bern soll velofreundlicher werden, findet der Stadtrat. Keystone

Der Berner Gemeinderat soll dafür sorgen, dass sich bis 2030 der Veloanteil am Stadtverkehr verdoppelt. Die Forderung wurde in verbindlicher Form als Motion überwiesen. Das einer von vier Vorstössen, die gegen den Willen der bürgerlichen Ratsminderheit überwiesen wurden.

Der Anteil der Fahrten, der mit dem Velo zurückgelegt wird, stagniert in Bern seit zehn Jahren bei elf Prozent. Das müsse sich ändern, befand die Ratsmehrheit.

Erste Veloroute umstritten

Auf der Traktandenliste stand auch ein vom Gemeinderat beantragter Kredit von 1,74 Millionen Franken für die erste Velohauptroute in Bern. Bund und Kanton dürften einen Teil der Kosten übernehmen. Die Veloroute soll vom Hauptbahnhof via Nordring bis zum Wankdorfplatz führen und Velofahrenden eine schnelle und sichere Verbindung ermöglichen. Die Zeit reichte jedoch nicht aus, um das umstrittene Geschäft zu Ende zu beraten

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