Langnau - ein Vierteljahrhundert für den Jazz

Vor 25 Jahren trafen sich befreundete Jazz-Musiker auf dem Dorfberg über Langnau. Heute sind die Jazz Nights ein Festival mit internationaler Ausstrahlung.

Ein Bassist und ein Drummer auf der Bühne.

Bildlegende: «Guter Jazz muss grooven», sagt Walter Schmocker. SRF

Auf dem Programm steht Improvisation, doch gerade beim Programm wird nichts dem Zufall überlassen. «Wir setzten auf Qualität und das hat sich durchgesetzt», sagt Walter Schmocker. Er hat den Jazz vor 25 Jahren ins Emmental geholt. Und mit Qualität meint er nicht nur die Musik, sondern das ganze Festival. «Auch bei der Gastronomie wollen wir das Beste bieten.» Die Jazz Nights sollen ein Anlass auf hohen Niveau sein. Wer nun aber eine elitäre Konzertreihe erwartet, der täuscht sich.

Wo die alten Füchse auf die jungen Wilden treffen

Die Jazz Nights sind ein sehr zugängliches Festival. Klar, die Konzerte der internationalen Musiker in der Kupferschmiede in Langnau kosten einen Batzen Eintritt – doch das ist nicht alles. Mitten im Dorf steht eine zweite Bühne. Und sie steht für die andere Seite des Jazz-Festivals. Während der Konzertwoche finden nämlich auch viele Workshops für Nachwuchsmusiker statt. Die präsentieren sich dann am Abend vor Publikum – bevor auch sie ihren Idolen in der Kupferschmiede genau auf die Finger schauen.

«Wir haben etwa 150 Musiker hier», sagt Walter Schmocker. Die spielen dann zusammen, diskutieren und besuchen gegenseitig die Konzerte. So bewahren sich die Jazz Nights auch im 25. Jahr ihre Ursprungsidee: Musiker kommen zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Und diese Authentizität scheint beim Publikum anzukommen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr