Lauer Walliser Wahlkampf in der Schlussphase

Am Sonntag wird endlich klar, wer in die Kantonsregierung einzieht. Der Wahlkampf kommt derweil nicht mehr recht auf Touren.

Wahlplakat am Bahnhof Brig.

Bildlegende: Auch Oskar Freysinger (SVP) muss sich den Wählerinnen und Wählern nochmals stellen. SRF

Die letzten Debatten mit den Kandidaten laufen. In den Leserbriefspalten weibeln Anhänger für die Unterstützung ihrer Favoriten. Im Internet werben die sechs Kandidaten für die fünf Sitze in der Walliser Regierung für ihre Anliegen. Trotzdem macht sich eine gewisse Müdigkeit bemerkbar. «Wir befinden uns seit November im Wahlkampf. Auch ich bin froh, wenn das bald vorbei ist», meinte CVP-Staatsrat Jean-Michel Cina am Rande einer Debatte des Westschweizer Fernsehens RTS am Montagabend in Sitten.

Die Politiker zeigten sich an diesem Abend wenig angriffslustig. Nicht einmal Oskar Freysinger, sonst bekannt für seine spitze Zunge, gab sich besonders streitbar. Er wurde aber auch nicht angegeriffen. Denn etwas scheint allen Anwärtern für die Walliser Kantonsregierung klar zu sein: Oskar Freysinger von der SVP, der Bestgewählte im ersten Wahlgang, hat einen Sitz in der Walliser Regierung praktisch auf sicher. Eine ungewohnte Situation für den Politiker: «Ich fühle mich wie im luftleeren Raum», so Freysinger.

Ausgangslage klar

Der Wahlgang für die Walliser Kantonsregierung findet am 17. März statt. Im ersten Wahlgang Anfang März hatte niemand das absolute Mehr erreicht. Oskar Freysinger (SVP) erreichte überraschend am meisten Stimmen, gefolgt von den drei bisherigen CVP-Staatsräten Jean-Michel Cina, Jaques Melly und Maurice Tornay sowie Esther Waeber-Kalbermatten (SP). FDP-Kandidat Christian Varone wurde sechster und zog seine Kandidatur daraufhin zurück. An seiner Stelle tritt Léonard Bender für den zweiten Wahlgang an. Ihm werden geringe Chancen eingeräumt.