Lawinen im Wallis fordern Menschenleben

Im Wallis sind innert 24 Stunden drei Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Die Polizei warnt vor der Lawinengefahr.

Im Wallis wurden bei Arolla und Orsières am Montagabend nach längerer Suchaktion zwei Tote in den Schneemassen gefunden. Beim Verunglückten in Orsières handelt es sich um einen 27-Jährigen. Er war nach Angaben der Kantonspolizei Wallis mit einem Familienmitglied auf einer Skitour und war mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) ausgerüstet. Die Lawine löste sich auf rund 2700 Metern über Meer.

Blick auf einen Steilhang

Bildlegende: Die Lawine bei Arolla. zvg

Bei der Lawine von Arolla kam ein 36-jähriger ums Leben. Er wurde bei der Abfahrt durch ein Couloir von den Schneemassen verschüttet. Der Mann trug ebenfalls ein LVS auf sich. Er war mit einem Familienmitglied und einem Bekannten unterwegs.

In Niederwald im Goms konnte eine Person lebend aus einer Lawine geborgen werden, die abseits von markierten Skipisten niedergegangen war. Die Polizei rief zur Vorsicht auf. Lawinen könnten sich derzeit spontan lösen oder von einem einzelnen Skifahrer ausgelöst werden, hielt sie fest.

Im Val Ferret im Wallis verunglückte schon am Sonntag ein 31-jähriger Skiwanderer in einer Lawine tödlich. Der Mann konnte von Suchmannschaften eineinhalb Meter unter dem Schnee gefunden und lebend geborgen werden, wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte. Er starb später im Spital.