Léonard Bender, neuer Hoffnungsträger der FDP

Nach dem Rückzug von Polizeikommandant Christian Varone schickt die Walliser FDP den 55jährigen Juristen Léonard Bender in den zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen. Bender ist im Wallis kein Unbekannter.

Bild von Léonard Bender.

Bildlegende: Léonard Bender soll für die FDP die Kohlen aus dem Feuer holen. Keystone

Die FDP Wallis als zweitstärkste Partei im Kanton müsse – so Parteipräsident Georges Tavernier – um ihren Sitz in der Regierung kämpfen.

Léonard Bender, dessen Vater Arthur Bender vor rund 40 Jahren in der Walliser Regierung sass, ist kein Unbekannter. Er war von 2001 bis 2009 Präsident der FDP Wallis und von 2004 bis 2008 Vize-Präsident der FDP Schweiz. Er kandidierte auch für mehrere Ämter, wurde aber nie gewählt.

 Er versprach am Montagabend vor mehr als 500 Parteimitgliedern, dass er alles geben werde, um den Sitz der FDP in der Walliser Regierung zu verteidigen.

Angriff auf Waeber-Kalbermatten

Mit dieser Kandidatur ist das Rennen um die 5 Sitze in der Walliser Regierung wieder offen. Da Léonard Bender im Bezirk Martigny wohnt, kommt die Bezirksklausel nicht mehr zum Tragen und es sind alle Kandidaten gleichwertig wählbar.

Somit ist plötzlich der Sitz der SP als schwächste Partei am meisten gefährdert. SP-Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten, die als erste Frau und als Oberwalliserin in der Regierung sitzt, kann allerdings auf die geschlossene Unterstützung der Oberwalliser Wähler hoffen.