Literaturpreise für Michael Fehr im Wettlesen

Fehr, der sehbehindert ist und sich den Text vom Kopfhörer «soufflieren» lässt, wurde nach der Lesung für den Vortrag gelobt. Sein starker Berner Akzent und das entschleunigte Tempo passten ausnehmend gut zu seiner knorrigen Erzählung aus den Untiefen der Emmentaler Krächen.

Portrait von Michael Fehr.

Bildlegende: Michael Fehr (32) ist stark sehbehindert. Er gewinnt am Wettlesen in Klagenfurt den zweiten Preis. Keystone

Michael Fehr gewinnt in Klagenfurt am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gleich zwei Preise im Gesamtwert von 15000 Euro. Beim Klagenfurter Wettlesen um den Bachmannpreis wird Fehr zweiter, die Hauptauszeichnung ging an den deutsch-österreichischen Autor und Cartoonisten Tex Rubinowitz.

Mit Michael Fehr auf Platz zwei betrat der Wettbewerb Neuland: Dank dem Berner und seinem rhythmisch vorgetragenen, dialektal eingefärbten Hinterwäldler-Krimi «Simeliberg» sei nun die Spoken-Word-Bewegung in Klagenfurt angekommen.