Lohnkürzungen und längere Arbeitszeit bei Freiburger Buchhändler

Die Firma Office du Livre in Freiburg will seine 160 Mitarbeiter zwei bis drei Stunden länger pro Woche arbeiten lassen. Zudem sollen die Löhne bis zu zehn Prozent gesenkt werden, schreibt die Zeitung La Liberté.

Eine Buchhandlung.

Bildlegende: Die Buchhändler in der Westschweiz sind wegen der Währungskrise unter Druck. Keystone

Office du Livre kauft dem französischen Importeur Bücher in Schweizer Franken ab. Die Bücher verkauft die Firma dann an Buchläden in der ganzen Schweiz, rund 40‘000 Bücher pro Tag.

Office du Livre profitiert also nicht vom tiefen Wechselkurs. Die Firma zahlt die Bücher gleich teuer wie vorher. «Aber wir müssen die Preise um bis zu 20 Prozent senken», klagt Direktor Patrice Fehlmann. Sonst verliere man gegenüber dem Internet noch mehr Marktanteile.

«Lohnkürzung ist keine Antwort auf das Problem», findet Armand Jacquier von der Gewerkschaft Unia. Das drücke auf die Motivation der Mitarbeiter. Alain Riedo, Direktor der Freiburger Handelskammer rechnet mit weiteren Ankündigungen von Freiburger Firmen. «Jede fünfte Firma lebt vom Export.» Alain Riedo schliesst Entlassungen und Kurzarbeit nicht aus.