Lonza legt zu - und blickt in unsichere Zukunft

Der Chemiekonzern Lonza erzielt 2014 in den Bereichen Chemikalienherstellung und Pharmazuliefererung trotz ungünstiger Wechselkurse ein solides Ergebnis. Der Umsatz konnte gesteigert werden. Trotzdem sorgt sich der Konzernchef um die Wettbewerbsfähigkeit.

Das Direktionsgebäude der Lonza in Visp.

Bildlegende: Die Lonza kann noch keine genaue Prognosen für dieses Jahr abgeben. Keystone

Lonza steigerte den Umsatz im letzten Jahr um 1,6 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Franken. Wie der Chemiekonzern mitteilt, erhöhte sich das Betriebsergebnis um zwei Drittel auf 423 Millionen Franken. Der Reingewinn beträgt 237 Millionen. Die Reise von einer produktgetriebenen zu einer marktorientierten Organisation werde fortgesetzt.

Bei den Feinchemikalien legte das Betriebsergebnis um 13 Prozent zu. Im Bereich Pharma und Biotech setzte Lonza nach eigenen Angaben weiterhin auf margenstärkere Produkte und Projekte. Das Betriebsergebnis stieg hier um über 15 Prozent.

Für Visp bleibt einiges offen

Der CEO macht sich angesichts der aktuellen Währungsentwicklung Sorgen um die Zukunft. «Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Visp wieder herstellen», sagte Ridinger gegenüber Radio SRF. Was das genau bedeutet, liess er allerdings offen. Manager würden sich damit befassen und «alle denkbaren Möglichkeiten ausschöpfen, um diese nächste Herausforderung zu bestehen.» Es gebe allerdings keinen Grund, jetzt in Panik zu verfallen.

Ein genauer Ausblick ist für Lonza gegenwärtig nicht möglich. Zuerst müssten sich nach dem Fall der Euro-Mindestgrenze die Wellen an den Finanzmärkten legen, hiess es.