Luftrettung: Rega gibt im Kanton Bern vorerst nach

Im Streit um die Luftrettung im Kanton Bern liegt noch immer keine Lösung vor. Die Rega hat aber auf Wunsch der bernischen Gesundheits- und Fürsorgedirektion eingewilligt, die Luftrettung im Kanton bis Ende Jahr wie bisher weiterzuführen.

Rega-Helikopter in der Luft.

Bildlegende: Welches Rettungsunternehmen fliegt, entscheidet die Rega. Keystone

Um den Streit um die Lufthoheit im Rettungswesen zu entschärfen, sollen erste skizzierte Lösungsansätze weiterentwickelt und vertieft werden, wie die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern am Dienstag mitteilte. Darauf hätten sich die Partner am Vortag geeinigt. An der Aussprache hatten Vertreter der GEF, der Rega, der Air-Glaciers und der kantonalen Sanitätsnotrufzentrale 144 teilgenommen. Konkretes über die angedachten Vorschläge könne man noch nicht sagen.

Streit um Einsätze

Ein solches Unternehmen ist im Berner Oberland die Air-Glaciers. Diese betreibt Stützpunkte in Lauterbrunnen und Saanen. Der Streit entfachte sich vor kurzem, als die Air-Glaciers der Rega vorwarf, mit allen Mitteln um ihre Vormachtstellung zu kämpfen.

Gemäss Air-Glaciers bat die Rega für Einsätze mitunter eigene Helikopter auf, obwohl Maschinen der Air-Glaciers in der Nähe bereit standen. Die Rega wies die Vorwürfe zurück.