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Mädchenhaus in Biel Hier sollen junge Gewaltopfer Schutz finden

Ein Bieler Verein plant seit 2012 ein Mädchenhaus. Nun startet er ein sechsmonatiges Pilotprojekt und braucht noch Geld.

Kind kauert am Boden.
Legende: Ein Haus für junge Mädchen und Frauen, die von Gewalt bedroht sind, brauche es, findet ein Bieler Verein. Keystone
  • 2018 will der Trägerverein ein Pilotprojekt starten.
  • Dieses soll 6 Monate dauern und 3 Betten für junge Frauen von 18 bis 20 Jahren schaffen.
  • Das Pilotprojekt ist erst gut zur Hälfte finanziert.

Der Verein «MädchenHouse desFilles Biel-Bienne» setzt sich seit 2012 für Mädchen und junge Frauen ein, die Opfer sind von physischer, psychischer und sexueller Gewalt sind. Geplant war ein Mädchenhaus für 14- bis 20-jährige Teenager und junge Frauen.

Das Anliegen sei von staatlichen Stellen und Institutionen begrüsst worden. Trotzdem fehlt dem Verein immer noch das nötige Kapital, um eine geschützte Anlaufstelle einzurichten. Deshalb hat er sein Projekt redimensioniert. Das Angebot umfasst nun drei Plätze und dauert sechs Monate. Diese Pilotphase kostet rund 250'000 Franken. 100'000 davon fehlen noch und sollen nun dank Spenden zusammenkommen.

Es ist absolut nötig, dass es ein zweites Mädchenhaus gibt.
Autor: Dorothea HollenderLeiterin Mädchenhaus Zürich

Es gehe nun darum, den Bedarf für ein Mädchenhaus abzuklären und zu schauen, ob das Konzept funktioniert, sagt Melanie Hiltbrand, Co-Präsidentin des Vereins.

Offen stehen die Türen vorläufig nur volljährigen Frauen. Für die Betreuung von Betroffenen unter 18 Jahren wäre eine Bewilligung des Kantons nötig.

Mit dem halbjährigen Pilotprojekt will der Verein versuchen aufzuzeigen, dass es in der Schweiz eine zweite Anlaufstelle für junge, weibliche Gewaltopfer braucht.

Bis jetzt gibt es nur in der Stadt Zürich ein Mädchenhaus. Das Angebot in Zürich richtet sich an Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 20 Jahren. Es hat Platz für sieben Betroffene. Die Institution werde pro Jahr von 50 bis 60 Mädchen aufgesucht, sagt Geschäftsleiterin Dorothea Hollender. «Es ist absolut nötig, dass es in der Westschweiz ein zweites Mädchenhaus gibt.»

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