Marianne Streiff neue EVP-Parteipräsidentin

Die Evangelische Volkspartei der Schweiz (EVP) hat eine neue Spitze. In Biel wählten die Delegierten die Berner Nationalrätin Marianne Streiff-Feller einstimmig zu ihrer neuen Präsidentin.

Porträt von Marianne Streiff.

Bildlegende: Die Zukunft der EVP liegt in den Händen von Marianne Streiff. Keystone

Die 56-Jährige ist die erste Frau auf diesem Posten in der 95-jährigen Geschichte der Partei. Die Kandidatur der bisherigen EVP-Vize-Präsidentin war die einzige für das Präsidentenamt, wie die EVP am Samstag mitteilte. Streiff wird das Präsidium von Heiner Studer übernehmen.

Krönung einer langen Karriere

Marianne Streiff blickt bereits auf eine lange Polit-Karriere zurück: Sie war von 1991 bis 1998 Mitglied des Parlaments der Berner Vorortsgemeinde Köniz, von 2004 bis 2009 in der Exekutive von Köniz und von 1998 bis 2010 Grossrätin. Sieben Jahre lang präsidierte sie dort die EVP-Fraktion. 2010 wurde Streiff Nationalrätin.

In ihrer Antrittsrede am Samstag sagte Streiff, sie wolle im Hinblick auf die Wahlen 2015 das Profil der EVP gegenüber anderen Mitteparteien schärfen: in sozial- und umweltpolitischen Themen links und in ethischen Wertefragen konservativ politisierend. «Es reicht nicht, wenn die EVP Brückenbauerin ist zwischen den Blöcken», sagte die neue EVP-Präsidentin.