Mehr Macht für den Rektor der Universität Freiburg

Das Freiburger Kantonsparlament hat das neue Universitätsgesetz mit grosser Mehrheit angenommen. Es sieht vor, die Autonomie der Universität zu stärken und damit dem Rektor mehr Kompetenzen zu verleihen.

Das Gebäude Miséricorde von aussen.

Bildlegende: Das vom Kantonsparlament genehmigte, neue Gesetz bringt der Universität Freiburg mehr Autonomie. Keystone

Bisher hatten die Fakultäten der Universität Freiburg ihren Dekan selbst bestimmt. Künftig muss der Rektor diese Wahl absegnen. Das kann Marcel Alexander Niggli, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, nicht nachvollziehen. «Noch nie hatte ein Rektor ein Problem mit einem Dekan». Es sei schon so schwierig, Leute zu finden, die dieses Amt ausüben wollten.

«Der Rektor wird nur in Ausnahmefällen aktiv», sagte SP-Grossrätin Andrea Burgener im Kantonsparlament Das neue Universitätsgesetz sieht vor, dass Rektor und Dekane enger zusammenarbeiten. Deshalb soll der Rektor bei der Wahl der Dekane mitreden können.

Freiheiten der Fakultäten bleiben

Bedenken gegen eine Machtkonzentration beim Rektor kamen im Freiburger Grossen Rat einzig von der SVP. Grossrat Nicolas Kolly: «Warum muss ein Rektor über Lernprogramme entscheiden?». Die Fakultäten könnten das besser, meinte er.

CVP-Grossrat Thomas Rauber hingegen verstand die Aufregung nicht. «Die Dekane verwechseln akademische Freiheit mit Autonomie». Der Grossrat nahm das Universitätsgesetz an. Künftig kann somit der Rektor über ein Globalbudget befinden. Und er entscheidet über die Anstellung von Professoren.