Meinisberg opponiert gegen die Fahrenden-Pläne des Kantons

Der Kanton Bern will in der Gemeinde Meinisberg bei Biel einen Durchgangsplatz für ausländische Fahrende einrichten. Doch gegen die Pläne regt sich Widerstand. Zu gross sind im Dorf Ängste und Vorbehalte gegenüber den Fremden.

Raphael Steiner steht ausserdem von Meinisberg vor dem Plakat mit der Aufschrift «Nein - Fortsetzung folgt», welches den Widerstand gegen den Fahrenden-Durchgangsplatz symbolisiert.

Bildlegende: Organisiert den Widerstand gegen den Fahrenden-Durchgangsplatz in Meinisberg: Raphael Steiner. Michael Sahli/SRF

Die Ängste sind diffus und unterschwellig. Doch das Anliegen ist ernst. Viele Meinisberger möchten nicht, dass der Kanton auf ihrem Gemeindegebiet einen Rastplatz für ausländische Fahrende einrichtet.

Eine Gruppe besorgter Bürger befürchtet, dass der Durchgangsplatz künftig die Visitenkarte der Gemeinde prägt. Deren Sprecher, Raphael Steiner, erwartet eine Vielzahl negativer Effekte, die mit der Errichtung eines fixen Standplatzes verbunden sein würden.

Regierung bittet um Verständnis

Kaum jemand wolle ausländischen Fahrenden Gastrecht bieten, sagt Regierungsrat Christoph Neuhaus. Zu gross seien die Ängste vor jenen Menschen mit dem anderen Lebensentwurf, sagt er. Er erwartet aber auch Verständnis für die Lage des Kantons.

Aufgrund vieler unerlaubter Camps von Fahrenden in letzter Zeit in der Region wolle man nun klare Verhältnisse schaffen. Die Parzelle in Meinisberg sei aus 4500 untersuchten möglichen Grundstücken als die Passendste herausgefiltert worden.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03/ 17:30 Uhr)

Video «Widerstand gegen Transitplatz für Fahrende» abspielen

Widerstand gegen Transitplatz für Fahrende

4:39 min, aus Schweiz aktuell vom 10.6.2015