Tour de Suisse in Bern Michael Schild: «Immer mehr Sportanlässe wollen in die Zentren»

Die Ankunft der Tour de Suisse ist der zweite Grossanlass innert zwei Tagen in der Bundesstadt.

Ein Mann erläutert den Medien die Strecke.

Bildlegende: Michael Schild (re.) erklärt vor Medien die letzten Arbeiten in der Berner Altstadt. Mireille Guggenbühler/SRF

Michael Schild steht in oranger Leuchtweste in der Hotelgasse der Stadt Bern. Er kontrolliert die letzten Vorbereitungen für den Grossanlass.

«  Am liebsten würden die Organisatoren die Events auf dem Bären- oder Bundesplatz durchführen. »

Michael Schild
Chef des lokalen OK der Tour de Suisse

Schild ist verantwortlich für das lokale Organisationskomitee, das die Etappenankunft und die Abfahrt der Tour de Suisse in Bern ausrichtet. Viele Strassen sind für mehrere Stunden gesperrt. Und das nach einem Wochenende, während diesem im gleichen Stadtgebiet der Frauenlauf ausgetragen wurde.

In der Stadt Bern sind denn auch nicht alle begeistert über die Kumulation der Sportanlässe. «Ich kann jeden verstehen, der sich darob aufregt», sagt Schild. Der Trend sei aber so, dass Sportevents immer mehr im urbanen Zentrum stattfinden.

Bern verdränge mittlerweile gar Zürich als Sport-Eventstadt, so Schild. Die Durchführung von Sportanlässen würde also auch zu einem Wettbewerbsfaktor im Städtemarketing.

Doch was bringen diese Anlässe der Stadt Bern eigentlich? Stadtpräsident Alec von Graffenried Bern findet, man dürfe nicht immer fragen, was solche Anlässe bringen würden, sondern, was eine Stadt wie Bern zu bieten habe: «Bern ist die Hauptstadt der Schweiz und in einem gewissen Sinn auch Sporthauptstadt und deshalb ist es richtig, wenn wir dem Sport eine Plattform bieten.»

«  Bern ist in einem gewissen Sinn auch Sporthauptstadt der Schweiz »

Alec von Graffenried
Berner Stadtpräsident

Doch wie viele Sportevents will die Stadt noch holen? «Es verträgt durchaus noch mehr, aber nicht unbedingt solche, mit denen noch mehr Einschränkungen für die Bevölkerung verbunden sind. Tendentiell möchten wir deshalb eher auf kleinere Anlässe wie Junioren- oder Seniorenmeisterschaften setzen.»