Miserabler Juli für Schweizer Bergführer

Das schlechte Wetter im Juli lockte nur wenige Touristen in die Berge. Hochtouren waren wegen des Schneefalls in hohen Lagen oft gar nicht möglich. Für Schweizer Bergführer ein Juli zum Vergessen.

Matterhorn mit Schnee

Bildlegende: Das Matterhorn konnte im Juli nur an einem Tag bestiegen werden. Keystone

Der Juli ist ein wichtiger Monat für Bergführer. Üblicherweise startet die Hochtourensaison, weil die Bedingungen zum Besteigen der höchsten Schweizer Berge in dieser Zeit ideal sind. Ganz anders dieses Jahr. Das Wetter ist oft schlecht, wegen des vielen Schnees sind immer noch viele Hochtouren zu gefährlich.

Das merkt zum Beispiel Kurt Lauber, Bergführer und Hüttenwart bei der Hörnlihütte unterhalb des Matterhorns. Im Juli hätten nur an einem Tag zwei einheimische Bergführer mit Gästen den Berg bestiegen. Und auch jetzt noch liegt auf dem Matterhorn zu viel Schnee, eine Besteigung ist voraussichtlich erst am Wochenende möglich.

Dass der Juli aussergewöhnlich schlecht war, bestätigt auch das Schweizerische Lawinenforschungsinstitut in Davos. Im Berner Oberland seien in den höchsten Lagen bis zu drei Meter Schnee gefallen, fünfmal musste ein Lawinenbulletin erstellt werden, was sonst eigentlich nur im Winter und Frühling nötig ist.