«Mit den Walliser Eigenheiten liesse sich gute Werbung machen»

Die Werberin Nadine Borter ist Walliserin des Jahres. Ihr Kanton, sagt sie, könnte sich noch viel besser verkaufen.

Ein Porträt von Nadine Borter.

Bildlegende: Nadine Borter beobachtet aufmerksam, wie sich der Kanton Wallis vermarktet. zvg

Am vergangenen Wochenende wurde die 37jährige Werberin Nadine Borter zur Walliserin des Jahres gewählt. Die Geschäftsführerin der Berner Werbeagentur Contexta erhielt den Titel von Plenum VS, einem Verein, der Walliserinnen und Walliser untereinander vernetzt. Sie ist nun ein Jahr lang Botschafterin «ihres» Kantons.

Als Werberin beobachtet Nadine Borter genau, wie der Kanton Wallis für sich wirbt. Und das ginge noch besser, findet sie. «Die Walliserinnen und Walliser sind anders als die Schweizer. Diese Einzigartigkeit müssten sie sich auch in der Werbung viel mehr zu Nutze machen.»

Dass das Walliser Image in den vergangenen Monaten gelitten habe wegen den negativen Schlagzeilen rund um Raumplanung und Steinaffäre glaubt Borter nicht. Das habe wohl keinen Einfluss darauf, ob jemand im Wallis Ferien verbringe oder nicht. Viele Walliser seien zu kritisch ihrem eigenen Kanton gegenüber, das grenze an Selbstzerfleischung, findet die Werbefachfrau.