Mit einem Basler an der Berner Fasnacht

Thomas Göttin ist seit Anfang Jahr höchster Berner. Ursprünglich kommt er aus Basel und ist dort eingefleischter Fasnächtler. Die Berner Variante gefällt ihm trotzdem.

«Für mich ist die Berner Fasnacht mit ihren kleinen und speziellen Guggen unter den Lauben der Altstadt schon ganz etwas ganz Spezielles», antwortet Thomas Göttin auf die Frage, ob denn die Berner Fasnacht im Vergleich zu den beiden Grossen in Basel und Luzern überhaupt eine richtige Fasnacht sei.

Der Unterschied bestehe wohl vor allem darin, dass es in Basel mehr aktive Fasnächtler gäbe. In Bern frage man ‹Gehst du an die Fasnacht?›, in Basel hingegen ‹Machst du Fasnacht?›. Thomas Göttin spricht aus Erfahrung: Er ist selber aktiver Fasnächtler in einer Basler Clique.

Fasnacht ist weder effizient noch optimierbar

52 Guggen nahmen am Berner Fasnachtsumzug vom Samstagnachmittag teil. Das ist rund ein Drittel weniger als noch vor zehn Jahren. Auch in Basel mache sich dieses Guggensterben bemerkbar, so Göttin. Die Fasnacht widerspreche halt zahlreichen Prinzipien unserer Gesellschaft. «Eine Fasnacht ist weder effizient, noch optimierbar», sagt Göttin.

Er wünscht sich, dass sich weiterhin kleine Gruppen zusammentun und gemeinsam etwas auf die Beine stellen, so wie an der Fasnacht. «Diese Seite unserer Gesellschaft soll nicht verloren gehen.»