Grosse Hoffnungen Mountainbiker sollen Walliser Sommertourismus ankurbeln

Die neue Bike-Route «Stoneman Glaciara» soll viel Geld in die Region Aletsch-Goms bringen. Die Erwartungen sind hoch.

Mountainbiker auf einer Forststrasse im Aufstieg.

Bildlegende: Die Mountainbiker müssen zahlreiche Anstiege bewältigen: insgesamt 4700 Höhenmeter. zvg

Der «Stoneman» ist in der Mountainbike-Szene eine wichtige Marke. Der Begriff steht für lange Strecken, welche die Fahrer in ihrem eigenen Tempo absolvieren können. Unterwegs passieren sie verschiedene Checkpoints. Wer die Route in einer bestimmten Zeit absolviert, erhält einen Pokal.

Erfolg im Ausland

Bisher gibt es die Bikestrecke in den italienischen Dolomiten und im deutschen Erzgebirge. An beiden Orten haben die Mountainbiker in kurzer Zeit viel Geld in die Region gebracht.

In Deutschland sprechen die Verantwortlichen von 1.5 Millionen Euro Wertschöpfung in den Sommermonaten und von einem Plus bei der Auslastung der Hotelzimmer von 25 bis 100 Prozent. Das weckt bei den Walliser Touristikern grosse Hoffnungen.

«  Die Zahlen aus Deutschland sind sensationell. »

David Wyssen
Präsident Verein «Stoneman Glaciara»

Dass diese Zahlen die Tourismusverantwortlichen im Oberwallis beeindruckt haben, kommt nicht von ungefähr: Viele Stationen versuchen seit Jahren, das Sommergeschäft anzukurbeln. Manche Walliser Tourismusdestinationen machen bis heute 90 Prozent ihres Umsatzes im Winter.

Grosse Unterstützung im Wallis

Den Initianten in der Region ist es in kurzer Zeit gelungen, zwölf Gemeinden und eine grosse Zahl an Hotels und Sportgeschäften vom Projekt «Stoneman» zu überzeugen. Die Strecke des «Stoneman Glaciara» führt über 127 Kilometer von Reckingen im Goms bis nach Mörel. Teile der Route befinden sich in der Aletschregion und im Binntal.