Münchenbuchsee verhilft dem Kanton zu 120 Betten für Asylsuchende

Ab Anfang Dezember kann der Kanton Bern in einer Truppenunterkunft in Münchenbuchsee bis zu 120 Asylsuchende einquartieren. Die Gemeinde stellte dem Kanton die Notunterkunft auf Anfrage hin vorübergehend zur Verfügung.

Blick in einen unterirdischen Aufenthaltsraum

Bildlegende: Hier nehmen bald 120 Asylsuchende ihre Mahlzeiten ein. zvg

Die Truppenunterkunft von Münchenbuchsee wird vorübergehend zum Asylzentrum mit 120 Plätzen. Betrieben wird die Unterkunft von der Heilsarmee Flüchtlingshilfe. Die Unterbringung von Asylsuchenden sei weiterhin schwierig und die Lage angespannt, schreibt die bernische Polizei- und Militärdirektion in einer Mitteilung. Die bestehenden Unterkünfte seien belegt, teilweise sogar überbelegt. Eine Entspannung der Situation zeichne sich derzeit nicht ab. «Wir erhalten derzeit rund 180 Personen pro Woche vom Bund zugeteilt», sagt Iris Rivas, Leiterin Migrationsdienst des Kantons Bern.

Die Gemeinde Münchenbuchsee beherbergte bereits in der Vergangenheit Asylsuchende. Nun hat sich die Gemeinde angesichts der angespannten Lage im Asylbereich erneut bereit erklärt, einen Beitrag zu leisten.

Die Asylsuchenden sollen Anfang Dezember einziehen können. Die Bevölkerung wurde über die geplante Nutzung der Unterkunft informiert.