Muri stellt dem Kanton Bern 100 Asylplätze zur Verfügung

Ab Anfang August werden in der Zivilschutzanlage Siloah in Gümligen 100 Asylsuchende untergebracht. Der Gemeinderat von Muri hat die Notunterkunft dem Kanton aus eigener Initiative angeboten.

Das Siloah-Quartier aus der Vogelperspektive.

Bildlegende: Zwischen Klinik und Altersheim liegt der Eingang der Zivilschutzanlage Siloah in Gümligen. zvg

Die Suche nach zusätzlichen Unterkünften für die überdurchschnittlich hohe Zahl an vom Bund neu zugewiesenen Asylsuchenden könne der Kanton Bern nur mit Unterstützung der Gemeinden bewältigen, teilte der Gemeinderat Muri am Dienstag mit. Die 26 Asylunterkünfte im Kanton Bern sind derzeit vollständig belegt.

Der Kanton Bern nahm das Angebot gerne an: Muri ermögliche damit erneut, «dass zahlreiche Menschen, die nach ihrer Flucht in der Schweiz ein Asylverfahren durchlaufen, eine Unterbringungsmöglichkeit erhalten», schreibt der Kanton seinerseits in einer Mitteilung.

Bereits bei früheren Engpässen konnte der Kanton die Zivilschutzanlage kurzfristig als Notunterkunft nutzen. Betreut werden die Asylsuchenden durch die Heilsarmee Flüchtlingshilfe.

Die Anwohner der Zivilschutzanlage sind persönlich über die Öffnung der Unterkunft informiert worden. Fragen aus der Bevölkerung können an eine Hotline gerichtet werden (031 380 18 80).