Muri und Langnau: Volk akzeptiert höhere Steuern nur knapp

Der Steuerfuss der hablichen Berner Agglo-Gemeinde Muri steigt von 1,07 auf 1,2 Einheiten. Und der vom Emmentaler Hauptort Langnau von 1,82 auf 1,94. In beiden Gemeinden haben die Stimmberechtigten die Kröte freudlos geschluckt. Die Defizite bleiben nämlich vorläufig trotzdem.

Das Steuerparadies Muri verliert ein wenig von seiner Ausstrahlung. Mit einem Ja-Anteil von 53,6 Prozent sagen die Murigerinnen und Muriger Ja zu einer Steuererhöhung von 1,07 auf 1,2 Einheiten. Auch für ihre Häuser müssen sie künftig mehr Steuern bezahlen. Die Liegenschaftssteuer steigt von 0,5 auf 0,7 Promille. (1908 Ja, 1649 Nein).

Trotz diesen Mehreinnahmen sieht die Gemeinde Muri finanziell schwierigen Zeiten entgegen. Der Voranschlag des kommenden Jahres rechnet mit einem Defizit von 923'000 Franken.

Von solchen Zahlen kann Langnau allerdings nur träumen. Hier steigt die Steuerbelastung um 1,2 Zehntel auf hohe 1,94 und im Budget 2014 klafft trotzdem ein Fehlbetrag von 1,15 Millionen. 51,6 Prozent der Stimmenden schluckte diese Kröte, das ergibt eine Ja-Mehrheit von 76 Stimmen. (1217 Ja, 1141 Nein).