Nach 100 Tagen macht sich bei Oskar Freysinger Ernüchterung breit

SVP-Politiker Oskar Freysinger ist seit 100 Tagen Walliser Staatsrat. Zeit, Bilanz zu ziehen. Vor den Medien wirkte der neue Staatsrat ernüchtert.

Der Walliser Staatsrat Oskar Freysinger an der Medienkonferenz

Bildlegende: Oskar Freysinger zieht vor den Medien Bilanz seiner ersten Zeit in der Walliser Regierung. Keystone

Der Walliser SVP-Politiker Oskar Freysinger hat seine ersten 100 Tage in der Walliser Regierung als «harzig und sportlich» bezeichnet. Die Umstellung vom Parlamentarier zum Mitglied der Regierung sei nicht ganz einfach gewesen, aber interessant und motivierend: «Als Staatsrat kann man an der Basis etwas bewegen und vorwärtsbringen und das bringt auch eine grössere Verantwortung mit sich. Denn die Entscheide, die die Regierung fällt, treffen die Menschen direkt.»

Missverständnisse und Schnellschüsse

In den ersten Tagen habe es Missverständnisse und auch Schnellschüsse gegeben, die er dann halt habe korrigieren müssen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Regierungsmitgliedern bezeichnet Oskar Freysinger als gut. Man spüre, dass es um Sachpolitik gehe, um das Lösen von Problemen - über alle Parteigrenzen hinweg. Auch mit seinem Konkurrenten im Wahlkampf, mit Polizeikommandant Christian Varone, arbeite er jetzt sehr gut zusammen: «Der Mann ist klar, schnell und einsatzbereit.»

Als eines der grössten Probleme bezeichnete Freysinger das Budget. Er müsse 25 Millionen Franken bei der Erziehung einsparen und er wisse noch nicht wie.

Wie das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» am Donnerstagmittag berichtet, hinterliess der neue Walliser Staatsrat vor den Medien einen ernüchterten, aber trotzdem motivierten Eindruck.