Nach Hausräumung Oberwalliser Präfekt zum Rücktritt aufgefordert

Der Präfekt von Westlich Raron musste gestern auf richterliche Anordnung hin sein Haus räumen.

Ein Einfamilienhaus im Grünen

Bildlegende: Um dieses Haus in Bürchen geht es: Präfekt Imesch wohnte darin, ohne dafür etwas zu bezahlen. Walliser Bote

Er habe Präfekt Thomas Imesch bereits Ende September aufgefordert, die Konsequenzen aus seinen «privaten Verfehlungen» zu ziehen, sagt der Vizepräsident der Walliser Präfekten, Stefan Truffer, gegenüber Radio SRF. Damals machte der «Walliser Bote» erstmals Vorwürfe gegen den Regierungsstatthalter des Bezirks Westlich Raron publik.

Rechnungen nicht bezahlt

Hintergrund der Affäre ist ein Streit um ein Einfamilienhaus in Bürchen. Imesch wohnte seit einem halben Jahr darin, ohne dem Besitzer den Kaufpreis bezahlt zu haben. Ausserdem führte er umfassende Renovationsarbeiten durch.

Die Handwerker aus der Region blieben jedoch auf ihren Rechnungen sitzen. Schliesslich musste der Präfekt das Haus am Mittwoch auf richterliche Anordnung hin räumen.

Demission bereits eingereicht?

Thomas Imesch soll laut Informationen von CSPO-Parteipräsident Alex Schwestermann bereits ein Rücktrittsgesuch eingereicht haben. Der zuständige Staatsrat Frédéric Favre konnte das am Donnerstag nicht bestätigen.

Der zuständige Staatsrat Frédéric Favre hatte sich letzte Woche mit dem Präfekten getroffen und ihn dazu aufgefordert, seine finanziellen Probleme zu regeln. Beobachter gehen davon aus, dass der Staatsrat den Regierungsstatthalter nächste Woche freistellen wird, sollte er nicht von sich aus die Konsequenzen ziehen.