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Bern Freiburg Wallis Neue Firma und neuer Name soll Giroud-Weine aus der Krise retten

Während der Walliser Weinhändler Dominique Giroud in Genf in Untersuchungshaft sitzt, wechselt seine Firma den Namen, den Auftritt und die Etiketten. Die neue Firma übernimmt auch die 100 Angestellten der Giroud Vins SA. Mit diesem Schritt soll die neue Firma vor möglichen Bussen geschützt werden.

Legende: Video «Neuanfang» abspielen. Laufzeit 2:52 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.06.2014.

Die neue Firma «Château Constellation SA» übernimmt die rund 100 Angestellten der Giroud Vins SA. Sie will auch die rund 300 Trauben-Lieferanten übernehmen und so die Weinkellerei weiter betreiben. Sie bleibe auch wie die Vorgängerin im internationalen Weingeschäft tätig, allerdings mit neuer Etikette und neuem Namen.

Dieser Schritt sei nötig geworden, so der neue Generaldirektor der Gesellschaft Charles-Albert Fumeaux, weil Dominique Giroud nach all der Kritik in den Medien und den Gerichtsverfahren, die er am Hals hat, seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft als nötig empfunden habe, um den Betrieb zu retten. Dominique Giroud und seine Finanzierer bleiben Hauptaktionäre der neuen Firma.

Die bisherige Giroud Vins SA bleibt vorerst unter der Leitung von Dominique Giroud bestehen. Diese Firma ist mit Dominique Giroud in verschiedenen Gerichtsverfahren involviert. Die neue Firma soll vor möglichen Bussen geschützt werden.

Unberührt von dieser Namensänderung sind die vielen anderen Gesellschaften von Dominique Giroud, die sein Imperium ausmachen. Dominique Giroud selber sitzt derzeit in Genf in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem Weinpanscherei, Etikettenschwindel und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    Alter Wein in neuen Schläuchen - haben wir etwas anderes erwartet?
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  • Kommentar von Hubert Höxter, Bern
    Monsieur Charles-Albert Fumeaux, der neue interne Deregulierungskommissar, kommt mir irgendwie bekannt vor. Die Lernresistenz beim Menschen ist manchmal schon erstaunlich. Ich kann nicht glauben, dass Monsieur Dominique Giroud Weinpanscherei, Etikettenschwindel und Steuerhinterziehung ganz alleine vollzogen hat. Wenn die Endverbraucher die Schönheit des umetikettierten Weines erkennen, so täte sie sich selbst den grössten Gefallen.
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