Neue Kulturstrategie für Freiburg

Über 500 Personen aus dem Freiburger Kulturmilieu haben in der Kulturkonferenz eine gemeinsame Vision entwickelt. Der Bericht «Kultur 2030» dient nun als Leitfaden.

Aussenhülle des modernes Gebäudes Equilibre.

Bildlegende: Das Stadttheater Equilibre in Freiburg war der Anstoss für die Kulturdiskussion. Keystone

Freiburg hat ein vielfältiges Angebot an Kultur. Doch die Koordination unter Kulturinstitutionen und Behörden kann verbessert werden. «Wir brauchen eine gemeinsame Vision», sagt Natacha Roos, Kulturverantwortliche der Stadt Freiburg. Es gehe nicht, dass jede kleine Gemeinde für sich Kultur definiere. Eine der wichtigsten Massnahmen sei deshalb die Schaffung einer überregionalen Kulturkommission. Die Kultur brauche auch mehr finanzielle Mittel, sagt Natacha Roos. «Die Schweizer Städte unterstützen Kultur im Durchschnitt mit 3,5 Prozent ihres Budgets.» Freiburg liege mit 2,7 Prozent deutlich darunter.

Eine Kulturvision für die Agglomeration Freiburg sei nur zusammen mit dem Kanton möglich, ist Oberamtmann Carl-Alex Ridoré überzeugt. Die Kulturkonferenz wolle beispielsweise, dass mehr Kulturprojekte entstehen. Die Subventionspolitik jedoch mache der Staat. «Es geht nicht, dass der linke Arm nicht weiss, was der rechte macht», sagt der Oberamtmann. Der Staat müsse deshalb vermehrt mit der Agglomeration Freiburg zusammenarbeiten.

Oberamtmann Carl-Alex Ridoré freut sich, mit dem Bericht «Kultur 2030» einen roten Faden in den Händen zu halten. Er hofft, dass es damit gelingt, die kulturelle Zusammenarbeit im Kanton zu vereinfachen.