Neue Studie sagt: Freiburg muss innovativer werden

Die Bevölkerung wächst schneller als die Wirtschaft. Freiburg muss sich auf seine Stärken konzentrieren, sagt eine neue Studie.

Die Freiburger Bevölkerung wächst doppelt so rasch wie der Schweizer Durchschnitt. Das Wirtschaftswachstum hingegen nimmt nur langsam zu. Stellen gibt es vor allem im Baugewerbe, im Detailhandel oder im Gesundheitswesen; Branchen mit tiefer Produktivität.

Blick in ein Käselager

Bildlegende: Im Bereich der Nahrungsmittelproduktion habe der Kanton Freiburg noch Potential, sagt eine neue Studie. Keystone

Das bremst die wirtschaftliche Dynamik, hält eine neue Studie der UBS fest. Die Achillesferse der Freiburger Wirtschaft ist die Innovationskraft. Aus der Forschung resultierten zu wenig Patente. Der Kanton habe dies erkannt, sagt der Studienleiter. Das geplante Forschungszentrum zusammen mit der ETH Lausanne im Bereich intelligentes Wohnen gehe in die richtige Richtung. Freiburg sei stark im Baugewerbe und habe eine Hochschule für Architektur.

Nahrungsmittelbereich als Trumpf

Überdurchschnittliches Potential habe Freiburg aber im Nahrungmittelbereich, hält die Studie der UBS weiter fest. Die Produktion von Lebensmittelprodukten alleine reiche jedoch nicht aus.

Es brauche ein eigentliches Food-Tech-Cluster, also ein Netzwerk. Freiburg müsse die Ernährungswissenschaften fördern und gleichzeitig eine Verbindung mit der Bio-Technologie und dem Tourismus herstellen.