Neue Zusammenarbeit der Berner Oberländer Helikopter-Retter

Die Rettungsflugwacht und die Air Glaciers haben sich bei der Luftrettung im Berner Oberland geeinigt. Die Einsatzzentrale der Rega koordiniert alle Notrufe. Zum Einsatz kommt der Helikopter, der am schnellsten beim Unfallort eintreffen kann und für den Einsatz geeignet ist.

Rettungsheli im Einsatz. Im Berner Oberland spielt es keine Rolle mehr, wem der Heli gehört.

Bildlegende: Rettungsheli im Einsatz. Im Berner Oberland spielt es keine Rolle mehr, wem der Heli gehört. Keystone

Die neue Regelung am Berner Oberländer Helikopter-Himmel steht in einer neuen Vereinbarung zwischen der Rega und dem Heli-Unternehmen Air Glaciers. Sie gilt ab 1. Januar 2014, teilte die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion am Montag mit.

Die Behörde wollte mit diesem Vertrag erreichen, dass die bisher gut funktionierende Luftrettung im Berner Oberland auch in Zukunft lückenlos gewährleistet ist.

Rega koordiniert alle Einsätze

Die Rega wird künftig alle Einsätze über ihre Notrufzentrale disponieren. Beim Einsatz spielt es keine Rolle mehr, wem der Rettungshelikopter gehört. An die Unfallstelle geschickt wird die Maschine, die am schnellsten vor Ort sein kann und die für den Einsatz geeignet ist.

Skepsis nicht ganz weg

Die Rega weiss dank dem Datenautausch jederzeit, wo sich die Air Glaciers-Maschinen aufhalten. «So können wir uns gegenseitig überwachen», sagt der Leiter der Basis Lauterbrunnen, Christian von Allmen. Er verhehlt eine gewisse Skepis nicht, betont jedoch, die Einigung sei «die beste Lösung im Interesse der Patienten».
Eine Arbeitsgruppe soll die Zusammenarbeit in Zukunft begleiten.

Damit ist ein Zwist zwischen Rega und Air Glaciers vorerst beigelegt. Das Walliser Heliunternehmen hatte der Rega im Sommer vorgeworfen, die eigenen Maschinen zu bevorzugen. Daraufhin hatte die Rega die Zusammenarbeit gekündigt.