Neuer Anlauf für eine Überdachung der A12 bei Freiburg

Die Autobahn geht in Freiburg mitten durch ein Wohnquartier. Seit Jahren diskutiert man über mögliche Lärmschutzmassnahmen, zuletzt scheiterte eine Überdachung aber an den Kosten. Grossräte und Unternehmen wollen das Projekt jetzt wieder aus der Schublade holen.

Luftbild mit der Autobahn rot eingezeichnet.

Bildlegende: Die geplante Überdachung: 620 Meter zwischen den Ausfahrten Freiburg-Nord und Freiburg-Süd. Google Maps/SRF

Nicht weniger als 23 Grossräte und Grossrätinnen unterzeichneten einen Auftrag an die Kantonsregierung, das Projekt aus der Schublade zu nehmen und sich auch beim Bund, welcher Besitzer der Nationalstrassen ist, für die Umsetzung stark zu machen.

Der Staatsrat antwortet nun, er stehe weiterhin hinter dem Projekt und auch das Bundesamt für Strassen Astra habe Bereitschaft signalisiert, die Überdachung zu realisieren. Allerdings unter der Bedingung, dass die Finanzierung durch Dritte gesichert ist.

Kanton, Gemeinden - und Private?

Das Astra-Projekt wird auf 62 Millionen Franken geschätzt, davon hätten Gemeinden und Kanton 42 Millionen Franken berappen müssen. Da sie sich über den Verteilschlüssel nicht einigen konnten, wurde das Projekt Anfang 2013 auf Eis gelegt.

Vier Grossräte machten sich deshalb auf die Suche nach alternativen Geldgebern - und wurden bei vier Unternehmen fündig, die bereit sind, sich zu engagieren.

Nicht ganz uneigennützig: Eine Autobahnüberdachung würde es erlauben, näher an die Autobahn heranzubauen. Dadurch könnten an bester Lage 50'000 Quadratmeter neues Bauland entstehen.

Wenn das Kantonsparlament nächste Woche den eingangs erwähnten Auftrag an die Regierung im Plenum gutheisst, dann wird der Staatsrat mit Behörden und Unternehmen ein Treffen organisieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.