Notfalldienst soll Oberwalliser Hausärzte entlasten

Der Kanton Wallis will die Hausärzte in den abgelegenen Seitentälern stärken. Deshalb baut er im Spital Visp einen hausärztlichen Notfalldienst auf. Diese Zentralisierung ist kein Widerspruch, findet der Walliser Staatsrat.

Um die Funktion des Hausarztes vor allem in den abgelegenen Seitentälern wieder attraktiv zu machen, baut die Walliser Regierung im Spital Visp einen hausärztlichen Notfalldienst auf. An den Wochenenden und Abenden sollen Patienten mit Problemen nicht mehr den Hausarzt bemühen, sondern den Notfalldienst im Spital Visp aufsuchen. Dort wird eigens ein praktizierender Arzt für solche Probleme zur Verfügung stehen. Der Notfalldienst soll im kommenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen.

Dieser Notfalldienst, so die zuständige Staatsrätin Esther Wäber-Kalbermatten, entlaste nicht nur die Hausärzte, sondern auch den Notfalldienst des Spitals, der sich dann mehr auf Patienten in akuter Lebensgefahr konzentrieren könne.

Subventionen für Piketdienst

Weil durch diesen neuen Dienst die Patienten in den abgelegenen Seitentälern benachteiligt werden, will man parallel zum Notfalldienst einen Piketdienst aufziehen, der auch nachts und an Wochenenden für Notfälle zur Verfügung steht. Esther Wäber-Kalbermatten: «Damit entlasten wir einerseits die Hausärzte und garantieren trotzdem eine gute medizinische Versorgung in den Seitentälern.» Weil allerdings niemand diesen Piketdienst gratis leisten oder bezahlen wollte, hat die Regierung beschlossen, diesen zu subventionieren – zumindest in den ersten Jahren.