OK-Präsident Stöckli: «Das Turnfest hatte zwei Gesichter»

Das eidgenössische Turnfest in Biel hatte laut Hans Stöckli ein «unglückliches, katastrophales und ein glückliches, fröhliches Gesicht». In Bezug auf das Unwetter prüft die Staatsanwaltschaft, ob es angezeigt ist, ein strafrechtliches Verfahren zu eröffnen.

Farbenfroher Abschluss einer Anlasses mit zwei Gesichtern. Das Turnfest 2013 in Biel ist am Sonntag zu Ende gegangen.

Bildlegende: Farbenfroher Abschluss eines Anlasses mit zwei Gesichtern. SRF

Das 75. Eidgenössische Turnfest in Biel ist am Sonntag zu Ende gegangen. Die zwei Unwetter, die mehr als 80 Verletzte gefordert hatten, konnten den rund 60'000 Athletinnen und Athleten die Freude an der zehntägigen Veranstaltung nicht vergällen, wie das Organisationskomitee am Sonntag mitteilte.

«Das Fest hatte zwei Gesichter», sagte OK-Präsident Hans Stöckli am Sonntag gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Der ehemalige Bieler Stadtpräsident zeigte sich überzeugt, dass die schmerzlichen Erinnerungen verblassen werden neben den Erfolgen und dem Bild von Tausenden, welche «die Region sportlich eingenommen haben». Stöckli zeigte sich überzeugt: «Das schöne Gesicht wird siegen!»

60'000 Turnerinnen und Turner aus 2065 Vereinen kamen seit dem 13. Juni in Biel zusammen. Darunter 17'000 Jugendliche. Die SBB setzten rund 370 Extrazüge ein. 8000 Helferinnen und Helfer packten mit an. 

Noch keine Strafuntersuchung eingeleitet

Wie die Kantonspolizei Bern am Sonntag mitteilte, befinden sich noch fünf Personen in Spitalpflege. Ein Mann aus der Innerschweiz habe sich sehr schwere Kopfverletzungen zugezogen. Bei der anderen schwerverletzten Person handle es sich um eine Frau aus der Ostschweiz.

Die regionale Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie daran sei, sich einen Überblick über den Hergang, die Tragweite und das Ausmass des Unwetters zu verschaffen. Ein strafrechtliches Verfahren wurde bis jetzt nicht eröffnet. Sollte sich einen hinreichender Verdacht ergeben, dass Sorgfaltspflichten verletzt worden seien, würde eine Untersuchung gegen die Verantwortlichen eröffnet.