Ostermundiger Trambefürworter bringen neue Tramidee ins Rollen

Nach dem Nein zum Tram Region Bern lanciert ein Komitee eine Initiative für ein neues Tramprojekt. Die Trambefürworter schlagen auch eine neue Variante vor.

Zwei Busse kreuzen sich.

Bildlegende: Die Buslinie nach Ostermundigen ist an der Kapazitätsgrenze. SRF

Am 28. September sagte nebst Köniz auch Ostermundigen Nein zum Tram Region Bern. Nach der Ablehnung nimmt ein Komitee aus Ostermundigen einen zweiten Anlauf für ein Tram in Ostermundigen. Das Volk soll über einen Kredit abstimmen, mit dem die Bernstrasse saniert, die Bahnhofsunterführung ausgebaut und ein Tram gebaut wird.

Das Komitee möchte die ÖV-Anbindung der Quartiere Rüti und Steingrüebli verbessern. Ihre Idee: Es soll ein einspuriger Tunnel gebaut werden, in dem sich unterirdische Haltestellen befinden. Der Tunnel wäre gleichzeitig auch die Wendeschlaufe der Tramlinie.

Anfang Jahr will das Komitee mit dem Sammeln der nötigen 400 Unterschriften beginnen. Das Komitee ist breit abgestützt; es hat Vertreter von SP, SVP, Grünliberale und der CVP. Auch zwei alt-Gemeindepräsidenten sind im Komitee: Christian Zahler und Theo Weber. Weber, rechnet damit, dass in eineinhalb Jahren das Volk erneut über das Tram abstimmen kann.

«Das ist keine Zwängerei», ist Weber überzeugt. «Vielen war nicht bewusst, was der Entscheid bedeutet.» So müsse die Bernstrasse ohnehin saniert werden. «Baut die nächste Generation trotzdem ein Tram, wären die heutigen Investitionen für nichts gewesen.»

Die Abstimmung Ende September