Pavatex streicht in Freiburg 45 Stellen

Das Unternehmen, das Holzfaserplatten herstellt, reagiert auf die Abkühlung der Baukonjunktur und den Preiszerfall bei Holzfaserplatten. Der Hauptsitz des Unternehmens bleibt in Freiburg.

Das Pavatexwerk in Cham.

Bildlegende: Das Pavatexwerk in Cham (im Bild) bleibt erhalten, die Produktion in Freiburg geht zu. Keystone

Der Holzfaserplattenhersteller Pavatex will sein Werk in Freiburg auf Ende Jahr schliessen. 45 der rund 250 Arbeitsplätze werden dadurch abgebaut, wie der Bauzulieferer am Mittwoch mitteilte. Im Juli war noch eine vorübergehende Schliessung erwogen worden.

Aufgrund des anhaltenden Kosten- und Preisdruckes sei die Schliessung nun unausweichlich, erklärte der Hersteller von Dämmstoffen für Gebäudehüllen. Der Markt habe sich schlechter entwickelt als angenommen, führte Pavatex-Chef Martin Brettenthaler gegenüber der Nachrichtenagentur sda aus. Besonders die Baukonjunktur im wichtigsten Markt Deutschland habe sich abgeschwächt. Der Dämmstoffhersteller kämpft zudem mit der andauernden Frankenstärke.

Einen Sozialplan gebe es nicht, so Brettenthaler weiter. Jedoch arbeite Pavatex mit einer Beratungsfirma zusammen, um durch Schulungen und individuelle Begleitung für jeden der betroffenen Angestellten eine Anschlusslösung zu finden. Angesichts der unterschiedlichen Belegschaft sei dies sinnvoller als eine Geldverteilung nach dem Giesskannenprinzip. Rund 35 Arbeitsplätze in der Geschäftsleitung, dem Verkauf, Logistik sowie Administration und Finanzen bleiben beim Hauptsitz in Freiburg.