Peter Bodenmann will Miniatur-Museum bauen

Der ehemalige SP-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann hat ein Modell der BLS-Bergstrecke erstanden. Sie soll zu einer Walliser Touristenattraktion werden.

Modell der BLS-Bergstrecke.

Bildlegende: Das Modell der BLS-Bergstrecke ist riesig: Es nimmt insgesamt 450m2 in Anspruch. zvg

Peter Bodenmann hat das BLS-Modell im Verhältnis 1:87 von Berner Modelleisenbahn-Freunden übernommen. Diese hatten keine Mittel, um es öffentlich zugänglich zu machen. Deshalb wurden die Miniaturbauten zuletzt in der stillgelegten Kartonfabrik Deisswil eingelagert. Der ehemalige SP-Politiker ist durch einen Zeitungsartikel darauf aufmerksam geworden.

Grosse Investitionen nötig

Bodenmann schlug nach kurzen Verhandlungen zu, die ebenfalls interessierte Gemeinde Kandersteg zog den Kürzeren. Bereits nächste Woche werde die Modeleisenbahn im Untergeschoss seines Hotels in Brig aufgestellt, sagt Peter Bodenmann im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Mehrere Sattelschlepper werden die 50 Module ins Wallis transportieren.

«Ich werde einen siebenstelligen Betrag investieren, um die Anlage fachgerecht zu inszenieren und zugänglich zu machen», verspricht Bodenmann. Bereits im nächsten Frühjahr soll es so weit sein. Die neue Touristenattraktion soll dereinst «doppelt so viele Besucher anziehen wie das Gardemuseum in Naters und das Stockalperschloss in Brig».

Für Modellbau-Experten hat das Modell der BLS-Bergstrecke viel Potential. Denn die deutschen Erbauer der Anlage gelten als die Besten ihres Fachs. Wenn sie richtig inszeniert werde, könne die Anlage mit dem Gotthard-Modell im Verkehrshaus Luzern mithalten, glaubt Roger Karpf vom Verband Schweizerischer Eisenbahnamateure.

Auch bei der BLS kann man sich vorstellen, dass dieses Modell auf Interesse stösst. «Wir sind offen für eine Zusammenarbeit im touristischen Bereich», so Mediensprecher Michael Blum.