Peter Wälchlis Wunsch: Kaffeerahm-Deckeli-Serie mit Polo Hofer

Mehrere hundert Kaffeerahm-Deckeli hat Peter Wälchli schon gestaltet. Keines wurde so beachtet wie das mit Adolf Hitler drauf. Nur für Sammler bestimmt, gelangte es in einen grösseren Umlauf und sorgte für Schlagzeilen bis nach New York. Jetzt kämpft Wälchli um seine Firma.

Nostalgie-Sujets seien gefragt bei den Kaffeerahm-Deckeli-Sammlern, sagt Peter Wälchli. Das Buch mit den Zigarren-Banderolen aus den 1930er-Jahren schien darum ein Glücksfall. Das Sujet mit Adolf Hitler sorgte dann aber diesen Herbst für einen Sturm der Entrüstung.

Ein Gast in einem Restaurant hatte ein Rähmli mit diesem Sujet zum Kaffee erhalten und die Medien darüber informiert. Was hat Hitler auf Kaffeerahm verloren, das fragten sich darauf viele.

«Eine Serie mit Polo Hofer»

Und Peter Wälchli? Er, der seit 20 Jahren mit Kaffeerahm-Deckeli handelt und schon Hunderte selber gestaltet hat, verstand die Welt nicht mehr. Das Hitler-Sujet sei Teil einer Serie gewesen. «Es ging nicht um Hitler, sondern um die Zigarren-Banderolen.» Ausserdem habe er die Serie bereits zwei Jahre zuvor auf den Sammler-Markt gebracht. Da habe sich niemand beschwert. Zudem: Die Serie sei irrtümlich in den Gastro-Kreislauf geraten. Der Kaffeerahm-Abfüllbetrieb hatte die falsche Folie gebraucht.

«Im Nachhinein weiss man es immer besser», sagt Peter Wälchli heute. Sein Unternehmen will er weiterführen, obwohl er im Moment keinen Betrieb hat, der seine Sujets auf Folien drucken will. Sein grösster Wunsch: «Eine Kaffeerahm-Deckeli-Serie mit Polo Hofer.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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Keystone

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