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Reitschule Bern Polizeiberichte dokumentieren über 200 Vorfälle

Die Kantonspolizei hat seit Mitte 2015 mehr als 200 Vorfälle rund um die Berner Reitschule registriert. Dabei geht es zumeist um Drogenhandel, gewalttätige Übergriffe, Sachbeschädigungen und Diebstähle.

Die Reitschule von oben.
Legende: Rund um die Reitschule hat die Polizei seit Mitte Mai rund 200 Vorfälle registriert. Keystone

Dokumentiert sind die Fälle in den «Wochenberichten zu den Ereignissen Reitschule-Vorplatz-Schützenmatte», welche die Polizei zu Handen der Stadt Bern verfasst. SVP-Stadtrat Henri-Charles Beuchat hatte wie bereits 2015 um Akteneinsicht ersucht.

Der Gemeinderat hiess das Gesuch gut, worauf Beuchat am Montag die Berichte den Medien weiterleitete. Die Rapporte decken die Zeitspanne vom 15. Juni 2015 bis zum 16. Januar 2017 ab. Einige der genannten Vorfälle sind bereits bekannt.

Diebstähle haben zugenommen

Die Polizei wirft «Sympathisanten der linken Szene» vor, wiederholt den Zugriff auf Drogenhändler verhindert zu haben. Für Zündstoff dürfte auch die Feststellung der Polizei sorgen, dass die Anzahl der Diebstähle nach der Wiedereröffnung der Reitschule stark zugenommen habe.

Reaktionen

Die Polizei-Berichte sind für den Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried «nicht erfreulich, aber auch nicht überraschend.» Den Vorwurf der Untätigkeit lässt er nicht auf sich sitzen. Eine ganze Reihe von Massnahmen seien bekanntlich in der Pipeline. Dazu zählten etwa eine bessere Beleuchtung vor der Reitschule, eine Verbesserung der Toilettensituation und eine permanente Bewirtung auf dem Vorplatz.
Die Mediengruppe der Reitschule kritisierte, in den Wochenberichten werde versucht, die Reitschule mit möglichst vielen Vorfällen im Bereich Schützenmatte in Verbindung zu bringen. Dabei handle es sich um eine Art Schmelztiegel, der vielerlei Leute anziehe. Die grosse Mehrheit der Vorfälle stehe in Zusammenhang mit dem Drogenhandel. Dieser spiele sich seit einigen Jahren im Bereich Schützenmatte ab, weil er von anderen Orten in der Stadt weggedrängt worden sei.

Kritik an Betreibern

Wiederholt wird im Bericht deutliche Kritik an den Reitschul-Betreibern laut. So schreibt die Polizei, sie sei zur Besichtigung einer Evakuationsübung kurzfristig ausgeladen worden, was den vereinbarten Abmachungen widerspreche.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Die Berner Regierung ist Sklave der Reitschule, sie getrauen sich nicht dort aufzuräumen, denn sie haben Angst, dass sie Opfer von Gewalt werden könnten. So sehe ich die unsägliche Haltung der Berner Regierung oder fehlt der Mut?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es hätten 400 (!) kriminelle Uebergriffe und Handlungen rund um die "Anarchisten-Kaserne" sein können, die Berner Stadtregierung würde trotzdem nichts unternehmen! Weiterhin werden Polizisten, die im Bahnhofareal Ordnung schaffen müssen, aus der Anarchisten-Hochburg mit Steinen und Flaschen beworfen und damit oftmals schwer verletzt! Auch die Berner Stimmbürger(innen) lehnten den Abbruch dieses "Schandfleckens" schon mehrmals ab! Uns "Nichtberner(innen)" bleibt nur: Bern weiträumig umfahren!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Auch wenn es sogar 400 polizeilich registrierte Vorfälle gegeben hätte, die Berner Stadtregierung unternimmt nichts. Auch die Berner(innen) lehnten einen Abbruch dieser "Anarchisten-Kaserne" schon mehrmals ab! Muss es zuerst Tote geben und weitere Strassenschlachten mit verletzten Polizisten und Schäden in Millionenhöhe? Lieber kämpft "man" gegen jene politische Partei und Politiker, die diesen Schandfleck schon lange abreissen wollen, statt diese Chaoten endlich der Justiz zu zuführen!
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