Prozess um Fussgänger-Unfall: Freiheitsstrafe oder Freispruch?

Im November 2011 verlor ein 10-jähriger sein Leben auf einem Worber Fussgängerstreifen. Für den Staatsanwalt ist klar: Der Autofahrer ist schuldig. Der Verteidiger verlangt einen Freispruch. Das Regionalgericht Bern-Mittelland muss entscheiden.

Ein Unfall auf einem Fussgängerstreifen kostete einem Kind das Leben. Das Gericht urteilt jetzt.

Bildlegende: Ein Unfall auf einem Fussgängerstreifen kostete einem Kind das Leben. Das Gericht urteilt jetzt. Keystone

Angeschuldigt ist ein Rentner, der im November 2011 betrunken einen 10-jährigen Bub auf einem Worber Fussgängerstreifen überfahren haben soll. Das Kind verlor bei diesem Unfall sein Leben. Für den Staatsanwalt steht die Schuld des Autofahrers «glasklar fest». Er sei, vorab wegen fahrlässiger Tötung, zu einer Freiheitsstrafe von 46 Monaten zu verurteilen.

Ganz anders sieht es der Verteidiger des Angeklagten. Dessen Schuld sei nicht schlüssig bewiesen, somit sei nur ein Freispruch richtig. Das Regionalgericht Bern-Mittelland fällt sein Urteil am Donnerstagmorgen.