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Bern Freiburg Wallis Reaktionen zum Status quo in der Berner Regierung

Die Berner Regierung bleibt rot-grün: alle sieben bisherigen Regierungsmitglieder wurden wiedergewählt. Entsprechend gross ist die Freude vor allem bei SP und Grünen.

Philippe Perrenoud jubelt, umzingelt von Journalisten.
Legende: Den Jura-Sitz verteidigt: Philippe Perrenoud (SP) freut sich mit Barbara Egger (SP) über seine Wiederwahl. Keystone

Das Spitzenresultat erzielte BDP-Regierungsrätin Beatrice Simon, welche sich gegen Blumen im Rathaus kaum noch wehren konnte: «Das ist ein sehr emotionaler Moment, ich freue mich über das gute Resultat und die vielen Blumen», so ihre erste Reaktion.

Legende: Video Christoph Neuhaus über seine Wiederwahl abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 30.03.2014.

Am zweitmeisten Stimmen erhielt SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus, welcher sich darob überrascht zeigte: «Ich habe das nicht erwartet und freue mich sehr über die vielen Stimmen.»

Über die Minderheit der Bürgerlichen sagte Neuhaus: «Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit dem Parlament nun nicht noch schwieriger wird.» Dies habe man in den letzten vier Jahren gespürt, und deshalb habe man einen zweiten SVP-Sitz erringen wollen.

Der Grüne Bernhard Pulver, welcher vor vier Jahren noch das Spitzenergebnis erzielt hatte, landete auf Rang drei der Stimmen-Rangliste. «Mit dem Spitzenresultat konnte ich nicht rechnen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Resultat.»

Legende: Video Manfred Bühler über seine Niederlage abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus News-Clip vom 30.03.2014.

Polizeidirektor Hans-Jürg Käser von der FDP, welcher in den letzten Monaten verschiedentlich in der Kritik stand, sagte zu seiner Wiederwahl: «Ich habe immer darauf gezählt, dass meine Arbeit über vier Jahre gewürdigt wird - und nicht die Medienschelte der letzten Wochen.»

SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher, welcher am fünftmeisten Stimmen erhielt, liess durchblicken, dass er doch etwas nervös war vor der Wahl: «Auch wenn dies das Umfeld nicht immer versteht - eine Wahl muss immer zuerst gewonnen werden.»

Auch Barbara Egger (SP) zeigte sich erfreut über ihre Wiederwahl, auch wenn sie nur das sechstbeste Resultat erzielte: «Ich erzielte vor acht Jahren das Spitzenresultat, vor vier Jahren erhielt ich am zweitmeisten Stimmen, ich freue mich einfach, bin ich gewählt.»

Philippe Perrenoud schliesslich, der die Wiederwahl nur dank dem Bonus der Jurastimmen schaffte, sagte kurz nach der Wahl: «Ich habe gezittert heute Nachmittag, es war eine Hitchcock-Geschichte.» Dass er nun weniger Legitimität habe als die anderen Regierungsmitglieder, denkt Perrenoud nicht: «Das ist ‹Chabis›. Jeder weiss, dass es dieses geometrische Mittel gibt.»

Manfred Bühler, der das Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Perrenoud verlor, gibt sich als fairer Verlierer. «Es ist Demokratie, die Spielregeln sind bekannt, und es war klar, dass die Wahl knapp werden könnte», sagte der SVP-Mann. Perrenoud sei nur dank der Jura-Formel wieder gewählt worden. «Eigentlich kann man fast sagen, dass er 94,7 Prozent seiner Legitimität im Kanton verloren hat.»

Bern hat gewählt

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Alle Resultate sowie Hintergründe finden Sie in unserer Online-Rubrik Wahlen Bern.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ich kann nicht verstehen, warum wieder die gleichen Leute gewählt werden mit denen wir ja gar nicht zufrieden sind!? Die beiden Frauen habe auch ich wieder gewählt.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Abstimmung verlief demokratisch. Ihre Meinung wird ganz einfach nicht deckungsgleich mit dem Grossteil ihrer Mitbürger sein.
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    2. Antwort von D. Daniele, Obergösgen
      @Marianne Roe Weil es auch anders Denkende Menschen gibt und das ist gut so. Den andern Menschen auch was zuzutrauen und Ihnen das Recht zuzugestehen das man selbst sich Irren könnte ist wahre Grösse und hat mit Respekt zu tun. Was viele heutzutage nicht mehr haben. In der Schweiz ist so gut es geht ein offener Markt für Ideen, wie man die Zukunft gestallten will. Da giebt es keine Sieger oder Verlierer, sondern nur eine Entscheidung für einen Weg und für Personen die diesen Gestalten sollen.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Solange die den Job gut tun, koennen sie auch himmelrosengruen sein .... die Partei ist zwar wichtig, aber die Tat der Gewaehlten ist Massgebend! Sieht so aus, als haetten alle ihren Job gut getan!
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  • Kommentar von P. Bürger, Schaffhausen
    Manchmal frage ich mich schon ob Forumsteilnehmer wie M. Zelger & R. Anderegg Lohnschreiber der SVP sind.Da werden die Foren mit Kommentaren geflutet & dabei vergisst man doch, dass es sich um Wahlen in einem Kanton handelt,in welchem diese Menschen weder Einfluss, noch Vor-oder Nachteile in Kauf zu nehmen haben. Der Kanton Bern hat demokratisch gewählt & die Resultate widerspiegeln den Wunsch der Menschen & NICHT der Doktrin dieser Schreiberlinge! Das ist gut so! Das ist lebendige Demokratie!
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